OxMox Indianerfreizeit der NAJU BW

Indianischer Kalender

Symbole der Indianervölker für die einzelnen Monde / Monate

Die Bezeichnungen unserer Monate richteten sich bei den Indianern an den Jahresverlauf in der Natur. Sie kennen daher unsere heutigen Monatsbezeichnungen auch nicht. Bei den Lakota gab es (ähnlich wie bei uns 29. Februar im Schaltjahr hinzugefügt wird) in einigen Jahren sogar einen ganzen Schaltmonat. Den sogenannten „unsichtbaren Mond“. Eingefügt wurde er immer dann, wenn die Mondphasen sich im Jahr so verschoben hatten, dass ein Jahr aus 13 Vollmonden besteht.

Die einzelnen Zeichen der Monate bestehen grundsätzlich aus einem nach oben geöffneten Halbmond der durch weitere Symbole entsprechend der Namen ergänzt wird. Diese Ergänzungen entsprechen den entsprechenden Symbolen der den Monat benennenden Naturzeichen bzw. den für den Jahresverlauf wichtigen Ereignissen.

Januar / Schneemond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

Januar / Schneemond

Der Januar wird auch Schneemond genannt. Dies ist daher abzuleiten, da es in den Januarmonaten in der Regel eine verschneite Landschaft gab. Dieser Abschnitt des Jahres bedeutete immer besondere Vorkehrungen insbesondere in der Vorratshaltung.

Februar / Hungermond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

Februar / Hungermond

Der Februar ist als Hungermond bekannt. Hungermond deshalb, da die für den Schneemond angelegten Vorräte irgendwann zur Neige gingen und Ersatz schwierig zu beschaffen war. Pflanzen wuchsen keine und die Jagd war durch Hunger und entsprechende Wanderungen der großen Fleischversorger schwierig zu meistern.

März / Krähenmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

März / Krähenmond

Der März ist als Krähenmond bekannt. Krähenmond deshalb, da das Krächzen der ersten Krähen das Winterende ankündigt. Durch die wärmer werdende Erde finden die Krähen im Boden wieder verstärkt Würmer. Dadurch sind sie für die Indianer wieder zu hören. Bei einigen Stämmen wird der Krähenmond auch als Wurmmond bezeichnet.

April / Grasmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

April / Grasmond

Der April wird als Grasmond bezeichnet. Grasmond deshalb, da das Gras in den weiten der Prärie wieder deutlich wächst und zu sehen ist.

Mai / Pflanzmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

Mai / Pflanzmond

Der Mai wird auch Pflanzmond genannt. Pflanzmond ist auch in der heutigen Zeit sehr leicht herzuleiten, ist doch der Mai der Monat in der die meisten Früchte blühen oder gesät werden.

Juni / Rosenmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

Juni / Rosenmond

Der Juni wird auch Rosenmond genannt. Eine genaue Begründung für diese Benennung kennen wir nicht.

Juli / Sonnenmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

Juli / Sonnenmond

Der Juli wird auch Sonnenmond genannt. Sonnenmond deshalb, weil der Juli auch in der Prärie und Lebenswelt der Lakotaindianervölker der heißeste und sonnigste Monat des Jahres war und ist.

August / Donnermond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

August / Donnermond

Der August wird auch Donnermond genannt. Donnermond deshalb, da nach dem heißen Sonnenmond oft große und ausgiebige Gewitter über die Prärie ziehen und das Leben der dortigen Völker in dieser Zeit prägen.

September / Jagdmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

September / Jagdmond

Der September wird auch Jagdmond genannt. Jagdmond deshalb, weil es in dieser Zeit gute Jagderfolge erzielt werden können und gleichzeitig auch noch genügend Zeit besteht die Vorräte für den kommenden Winter anzulegen und entsprechend zu verarbeiten (z.B. das Trocknen des Fleisches)

Oktober / fallendes Blattmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

Oktober / fallendes Blattmond

Der Oktober wird auch Fallendes Blattmond genannt. Fallendes Blattmond deshalb, da wie auch bei uns die Laubbäume ihre Blätter im Hinblick auf den nahenden Winter abwerfen und verlieren.

November / Bibermond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

November / Bibermond

Der November wird auch Bibermond genannt. Ähnlich wie auch bereits beim Rosenmond kennen wir die genaue Herkunft und Bedeutung für diesen Monat nicht.

Dezember / Lange Nachtmond - Grafik: NAJU BW / M. Bormuth

Dezember / Lange Nachtmond

Der Dezember wird auch Lange Nachtmond genannt. Die Herkunft dieser Bezeichnung ist auf die Länge der Nächte rund um die Wintersonnenwende zurückzuführen.

Literaturempfehlungen indianische Sprachen

Auf unserer Freizeit orientieren wir uns im sprachlichen Bereich überwiegend an der Sprache der Lakota. Daher bewegen sich unsere Literaturempfehlungen in der Wortsprache auch eher in diese Richtung. Für andere Sprachen können wir daher auch keine Empfehlungen geben.

Lakota Lautsprache

CANTE ETANHAN OWOGLAKE - Aus dem Herzen sprechen von David Litle Elk (Eigenverlag) - Sprachlernbuch inklusive 7 CDs
Kauderwelsch Sioux / Lakota - Wort für Wort - Kauderwelsch-Sprachführer

indianische Zeichensprache

Indian Sign Language von William Tomkins (Dover Publications)