OxMox Indianerfreizeit der NAJU BW

Ein Seil, ein Tier und viel Papier (2)

Ein Teil der Geschichte der Freizeit 2006

Wie auch im Vorjahr hatten wir mit den Kindern mit unseren Jägern Chichilbaye und Tatonka ein mitgebrachtes Reh auseinandergenommen und soweit es uns auf der Freizeit möglich war auch verarbeitet. Doch im Gegensatz zu 2005 konnte die Aktion nach der Freizeit noch nicht abgeschlossen werden. Der erste Akt der nach der Freizeit kam auf Tatonka und Chichilbaye zu.

Für Schmunzler und kleine Lacher bei den Anwesenden sorgte Tatonkas Erzählung auf dem Teamernachtreffen über den Eingang einer Anzeige bei der Polizei. Der zu unserem Lagerplatz gehörende örtliche Jäger war in den Besitz einer unserer Lagerzeitungen gekommen und hatte diese auch gelesen. Da Ilhicha und Nilahasi in dieser unsere „Rehjagd“ aufgriffen und auch beschrieben, erstattete der örtliche Jäger bei der Polizei eine „Anzeige wegen Wilderei gegen die Personen Tatonka und Wilde Eiche“.

Um überhaupt tätig werden zu können, mussten die örtlichen Ordnungshüter erst einmal das Namensproblem lösen. Gegen Tatonka und Wilde Eiche konnten sie nicht ermitteln. Da allerdings sowohl der Termin als auch die Lagerwiese bekannt war, konnten die für die weiteren Ermittlungen benötigten Daten (Name & Adresse) über den Bruderhof und dann die NAJU ermittelt werden.

Jetzt durften sowohl Tatonka als auch Chichilbaye die für sie zuständigen Polizeiwache besuchen und entsprechend der Umstände und Geschehnisse ihre Aussagen machen. Da selbstverständlich sowohl bei der NAJU als auch bei beiden Teamern über die Herkunft, den Transport und weitere Absprachen Buch geführt wurde, konnte die Anzeige wegen Wilderei ausreichend entkräftigt werden. Es war nur ein Schreibarbeit damit verbunden.

Nach der Aussage aller Beteiligten und entsprechender Papierproduktion kam auch die ausführenden Juristen zur gleichen Meinung und stellten die Ermittlungen aufgrund nicht vorhandener Tat ein.

Mit dieser kleinen Anekdote schlossen wir erneut mit der Aktion ab und freuten uns auf die Freizeit im nächsten Jahr. Was wir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht wussten: Es sollte noch nicht der Fall sein. Und das was da noch kam sollte noch mehr Papier und Arbeit produzieren wie die „Anzeige gegen Tatonka und Wilde Eiche“.

Aufgeschrieben am 05.11.2015.