OxMox Indianerfreizeit der NAJU BW

Schon wieder ein Gepäckstück zuviel

Ein Teil der Geschichte der Freizeit 2009

Gruppenfoto OxMox 2009 (Mit Jahreszahl) - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Gruppenfoto OxMox 2009 (Mit Jahreszahl) - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Auch auf der 2009er-Freizeit wollte uns das Problem mit Gepäck nicht verlassen. War es im vergangenen Jahr noch die Radfahrgruppe, sollte es in diesem Jahr eine nach Ravensburg fahrende Mutter sein. Sie war scheinbar von der Geschwindigkeit unseres Ausladens beim Umsteigen so begeistert, dass sie uns ihr eigenes Gepäck direkt ebenfalls anvertraute.

Leidvoll getrennt stiegen die Fahrgruppe nach Stuttgart sowie Poloma mit Singt mit dem Bären und Wind der Bäume fällt in den Zug. Wie immer gab es zunächst das große gequetsche und geschiebe bis alles richtig verstaut war. Wir hatten sogar Sitzplätze gefunden.

Vor Tuttlingen begann, wie auch immer in den Jahren zuvor, die Vorbereitung auf den Umstieg. Die nach Stuttgart fahrenden Teamer luden zusammen mit den Kindern das Gepäck in den Gäubahnzug. Poloma, die mit ihren eigenen Kindern direkt nach Ulm weiter fuhr, und eine nette Mitreisende reichten uns das Gepäck auf den Bahnsteig.

Wir hatten es ohne Probleme mit Radfahrern und Fahrgästen gemütlich gemacht und freuten uns auf eine angenehme Heimreise. Die Kinder lasen in der Rauchwolke, eine Schaffnerin wollte die Fahrkarten sehen – und bei Tatze klingelte das Handy.

Poloma meldete sich aus dem Ulmer Zug. Sie fragte ob wir Stuttgarter vielleicht einen Koffer zu viel hätten. Die Mutter, die ihr beim Ausladen geholfen hatte, vermisste nun ihren eigenen schwarzen Koffer. Tatze der beim Umsteigen in Tuttlingen seit Jahren schaut kein Gepäck auf dem Bahnsteig zurück zu lassen und dann das Verstauen übernimmt, konnte die Frage nicht direkt beantworten. Er versprach aber bei nächster Gelegenheit im Mehrzweckabteil einen Wagen weiter nachzuschauen. Poloma gab ihm noch eine etwas genauerere Beschreibung des Koffers und des Inhaltes. Mit diesen Informationen ausgerüstet ging Tatze schließlich auf die Suche. Leider fand sich der gesuchte Koffer tatsächlich mitten in unseren Gepäck stehend.

Zurück bei der Gruppe war guter Rat teuer. Aus unserem Zug musste keiner weiter in Richtung Ulm oder Ravensburg fahren. Und Zeit in Stuttgart hatte auch keiner so richtig viel übrig, da unsere eigenen Anschlusszüge auch alle innerhalb einer Stunde nach unserer Ankunft fuhren.

Eine Zeitlang auf den Koffer verzichten und ihn dann irgendwo abholen war allerdings auch keine richtige Alternative. Der Koffer war das Reisegepäck für einen Urlaub im Ravensburger Spieleland und somit sehr wichtig. Es begann eine Rückfahrt mit vielen Telefonaten – und Funklöchern.

Die sehr nette Schaffnerin, wir kannten sie bereits aus dem vergangenen Jahr sowie der Fahrt zum Vortreffen in diesem, schaltete sich ebenfalls ein. Mit tatkräftiger Hilfe der Service Points in Stuttgart und Ulm sowie einiger fleißiger Hände bei der Bahn im Hintergrund war das Problem am Ende zumindest halbwegs gelöst.

Der sonst in Stuttgart gestrandete Koffer, würde mit dem nächstmöglichen Fernzug nach Ulm fahren und dort am Service Point abgeholt werden können.

So geschah es am Ende dann auch. Wir hatten auch diesmal unser Zusatzgepäck wieder los bekommen und bei uns war ebenfalls alles vorhanden.

Ein Entschluss stand an diesem Abend dann aber auch fest. Eine Wiederholung im nächsten Jahr würde es auf jeden Fall auf der Rückfahrt nicht geben. Wir wechseln für die zukünftigen Heimfahrten die Zugverbindung und steigen in Rottweil mit wesentlich mehr Zeit um.

Aufgeschrieben am 08.11.2015.

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