OxMox Indianerfreizeit der NAJU BW

Der Aufbau

Ein Teil der Geschichte der Freizeit 2010

OxMox Küchenzelt 2010 - Foto NAJU BW / Pa. Wolf

Auf der Freizeit stand das Küchenzelt. Doch bis es stand war viel Improvisation und Geduld nötig. - Foto NAJU BW / Pa. Wolf

Wir Teamer arbeiten streckenweise in langjährigen Teams. Jormas z.B. ist der traditionelle Aufbauer. Lag dies zunächst an seinen Wohnorten (Freiburg / Zürich), so fährt er heute fast schon aus Tradition den Materialbus von Stuttgart zum Lagerplatz. Ab und an Berichtet er in der Lagerzeitung. So auch 2011 von einem etwas anderen Aufbau.

Für mich beginnt die OxMox immer einen Tag, bevor sie beginnt: mit dem Aufbau des Lagers. Mit dem Zug komme ich von Zürich nach Donaueschingen, danach geht es weiter mit dem Bus zur Wutachmühle. Da ich eine große Tasche mit Muschelschalen dabei habe, ist mein Gepäck so schwer wie noch nie zur OxMox. So war der Aufstieg zum Lagerplatz recht anstrengend und zwischendurch bin ich nahe daran eine Pause einzulegen. Pitti ist wie immer auch schon seit einigen Tagen da und hat schon einige Tipis aufgebaut. Noch ehe ich bei ihm bin, werde ich schon begrüßt von seinem Hund Chilli, der voller Freude an mir hochspringt, mir das T-Shirt voll sabbert und meine frisch gewaschene Hose mit Tierspuren aus Wutachmatsch verziert.

Endlich da! Die OxMox kann kommen!

Pitti erzählt, dass ihm vor fünf Wochen alle seine Tipis geklaut worden sind. Jetzt hat er zwei gebraucht gekaufte dabei und vier geliehene. Eines davon hat er von den Earthlodge geliehen. Die sind nämlich auch schon am Aufbau ihres Lagers. Wir gehen hinunter zum Kiosk an der Wutachmühle, trinken Kaffee, essen Apfelkuchen.

Als ich wieder hoch laufe prescht ein roter Bus den Weg hoch. Die Feuerwehr? Nein, Tatonka mit dem Material von der NAJU und dem Essen. Er fährt an mir vorbei, gleich ist er oben, gibt noch einmal Gas. Da kommt von oben ein Traktor herab. Tatonka fährt rechts heran – und hängt im Graben! Schieben, ziehen – hilft alles nichts. Nur der Bauer kann uns helfen. Da kommt er mit seinem großen Traktor und zieht den Bus wieder heraus. Von hinten sind mittlerweile Winjan und Winjans Mutter herangefahren. Die Pferde sind da! Jetzt haben wir schon einmal zwei Pferde, drei Hunde, vier Kinder und fünf Teamer.

Los geht’s: Küchenzelt aufbauen, auspacken, HALT, schon das nächste Problem: Ein Verbindungsstück der Zeltstangen fehlt. Oje!

Also Tatze in Stuttgart anrufen. Tatze hilft immer weiter. Im Laufe des Tages werden wir Tatze in Stuttgart und auch nicht mehr in Stuttgart noch einige male anrufen. So lange, bis auch er nicht mehr weiter weiß und sagt: „Na gut, dann kaufen wir das eben!“

Was gibt es noch zu tun. Am nächsten Tag das Küchenzelt einräumen, Pitti beim Aufstellen des großen Tipis helfen, eine Feuerstelle einrichten, das Versammlungstipi schmücken … Was? Schon so spät?

Wir müssen los: die Kinder kommen. Tatonka und ich fahren nach Döggingen. Als wir zum Bahnhof kommen, steht der Zug schon da.

Die Kinder sind da, die OxMox kann beginnen …

(Jormas – Rauchwolke 2010)

Aufgeschrieben am 13.11.2015.

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