Gestaltung eines nordamerikanischen Totempfahls

Großaktion für längere Indianerveranstaltungen

bemalter Totempfahl - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Der Donnervogel an der Spitze des Totempfahles nimmt auch schon seine Formen an. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Hintergrund

Obwohl zu den von uns als Schwerpunkt gesetzten normadischen Prärieindianern überhaupt nicht passend, haben wir uns zur Verdeutlichung für die Kinder des Pfahles für die Einbindung der von den Küstenindianern stammenden Totempfählen entschieden.
Mit dieser Aktion versuchen wir gleichermaßen den Kindern die Bedeutung der Ahnen für die Indianervölker als auch die sprichwörtliche schriftstellerische Freiheit der Marterpfähle näherzubringen. Einen Marterpfahl kennt unser Indianerstamm nicht. Bei Bedarf nehmen wir hierfür (für Teamer!) traditionellere und realere Möglichkeiten in Anspruch.

Über viele Jahre konnten wir hierbei unseren im Jahre 2005 erstmals aufgestellten Totempfahl nutzen. Am Ende wurde er leider von einer anderen Gruppe leider leicht als Feuerholz angesägt.

Personen

  • beliebig viele

Material

  • 1 dicker Holzstamm
  • Schnitzmesser
  • Farbe

Ort

  • Wiese oder andere größere Freifläche

Verlauf

Je nach zur Verfügung stehender Möglichkeiten wird ein dicker Holzstamm organisiert. Dieser kann aus Bruchholz (umgestürzter Baum) oder aus einem mit Genehmigung des Eigentümers gefällter Baum stammen. Mit entsprechender Unterstützung (Fahrzeug / Traktor / Pferd) wird dieser dann auf den Lagerplatz zur weiteren Verarbeitung transportiert.

Nach der Ankunft am Lagerplatz wird der Totempfahl zuerst gestaltet. Hierzu gehört die schnitzende Verarbeitung und die farbliche Gestaltung.

Im Anschluss an die Gestaltung wird der Totempfahl schließlich in einem kleinen Ritual aufgestellt.
Beispiel für den Ablauf:

  • Segnung des Totempfahls durch den Medizinmann
  • gemeinsamer Transport zum Aufstellpunkt unter Begleitung von Medizinmann und Trommler
  • Aufstellen und Fixieren des Totempfahles

Nach dem Aufstellen kann der Totempfahl auch im weiteren Programmablauf immer wieder eingebunden werden.

Indianerzeichnung "Toopi" - Grafik: NAJU BW / J. Brummack

OxMox-Tipp

Je nach Alter der Kinder, der Beschaffenheit des Holzes, der zur Verfügung stehenden Zeit und weiterer Rahmenfaktoren kann die Gestaltung des Totempfahles unterschiedlich ausfallen. Ist ein Schnitzen aufgrund der eigenen Kenntnisse nicht möglich, so kann es auch in Ordnung sein den Totempfahl einfach nur zu bemalen.

Für die Bemalung gilt: Nehmen sie typische Totemtiere der Küstenindianer. Die Bemalung steht für die in Geisterform das Dorf bzw. Haus schützenden Ahnen und früheren Familienmitglieder.