Indianerkleidung selbstgemacht

Ein einfacher Überwurf nach Art der Indianer

Indianerkleidung lässt sich recht einfach und mit wenig Aufwand selbst herstellen. Die Wirkung dieses je nach eigenem Interesse angefertigtem indianischen Grundaccessoirs ist in jedem Jahr wieder aufs neue zu Beobachten.

Indianerkleidung auf Wiese - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Unser Kleidungsworkshop ist vom Platz her unsere größte Aktion auf der Freizeit. Da wird schon einmal fast die halbe Wiese gebraucht. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Viele Kinder unserer Freizeit tragen ihre indianische Kleidung auch während der Freizeit regelmäßig und gerne. Teilweise tauchten sogar wir Teamer so sehr mit den Kindern in die indianische Welt ab, dass wir nach einer Freizeit sogar ohne es zu bemerken noch in voller Indianermontur in Stuttgart gemeinsam einen Kaffee getrungen haben.

Material

  • alte Bettlaken (Spannbettlaken sind nicht geeignet) ggf. gefärbt
  • Schere
  • Nadel und Faden / Tapetenkleister (zur Stabilisierung des Kopfausschnittes)
  • Textilfarbe / Vollton- & Abtönfarbe
  • Pinsel
  • Farbbehälter
  • Planen (als Unterlage)
  • ggf. Anregungen für die Bemalung

Schwierigkeit

gering bis mittel

Vorbereitung

Die Bettlaken gegebenenfalls einfärben und für die weitere Bearbeitung grob Teilen. - Wer sich bezüglich der Grobteilung nicht sicher ist, kann diesen Schritt auch bis zur konkreten Durchführung vor Ort oder während der Aktion verschieben. Die Kleidung / der Überwurf sollte Kindern und Erwachsenen schließich gut passen.

Farbe und Pinsel richten -> Empfehlung: Für jede Farbe eigene Pinsel nutzen und erst am Ende der Aktion geschlossen auswaschen. Soll die Kleiidung auf jeden Fall waschbar sein empfehlen wir Textilfarbe. Ist dies nicht unbedingt notwendig kann auch auf (evtl. verdünnte) Dispersionsfarbe ausgewichen werden.

Die Arbeitsfläche großflächig mit Planen auslegen und die übrigen Arbeitsmaterialien bereit legen.

Durchführung

Nach dem ersten Zuschnitt der Bettlaken (Breite in etwa von Ellenbogen zu Ellenbogen - Höhe etwa Mitte Oberschenkel bis Mitte Untterschenkel) beginnt man sinnvollerweise zunächst mit dem Kopfausschnitt. Dieser wird in der Mitte des Bettlakens (Schulterlage) entweder als Halbkreis aus- oder als gerade Linie von ohen nach unten eingeschnitten.
Vorsichtig beginnen und zum ersten Test danach anprobieren. Gegebenenfalls das Bettlaken nach der ersten Anprobe nachschneiden.

Teamerin näht Indianerkleidung - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Teamerin näht Indianerkleidung - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Bei beiden Varianten ist es notwendig die Schnittkante gegen weiteres Einreißen zu verstärken. Hierfür nähnt man entweder die Enden mit Nadel und Faden vorsichtig wieder etwas zu, oder man kleistert mit dick angerührtem Tapetenkleister den Halsausschnitt am Rand etwas an.

Beide Varianten des Kopfausschnittes sind vom Aufwand her identisch. Der Einschnitt ist vom Grundhandling her jedoch einfacher durchzuführen. - Dies auch im Hinblick auf die empfohlene Verstärkung des Schnittendes mit Nadel und Faden, da hier ein klareres Ende des Schnittes und somit die Nähfläche zu erkennen ist.

Junge bemalt seine Kleidung - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Während die einen ihren Namen vorbildlich versuchten umzusetzen - wie hier Starker Baum ... - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Bemalung und weitere Gestaltung schließen sich nach der Vollendung des Kopfloches an. An der Seite und am unteren Ende empfehlen wir im Sinne einer indianischen Angleichung das Einschneiden oder Einreißen von Fransen. An beiden Seiten ist jedoch darauf zu achten die Fransen nicht zu weit zu führen.
Je nach Gelände oder Örtlichkeit ist für die Bemalung eine individuelle Verfahrensweise zu wählen. Wir haben auf unserer Freizeit die Möglichkeit in unserem Gelände sehr großflächig arbeiten zu können.

Bemalt wird die Kleidung schließlich herkömmlich mit Pinseln und Farbe. Im Sinne einer längeren Haltbarkeit empfehlen wir die Verwendung von Textilfarbe. Aber auch mit normaler Dispersionsfarbe lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Beide Varianten sind bei uns seit Jahren kontinuierlich im Einsatz.

Jungen lesen ein Indianerzeichenbuch - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Ein Blick in unser großes Buch der indianischen Symbole kann bei der Gestaltung der eigenen Gewänder hilfreich sein - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Für die Bemalung selbst gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder sie malen nach eigenem Ermessen (z.B. Motive des eigenen Indianernamens) oder sie benutzen indianische Symbole. Selbstverständlich ist auch die Mischung beider Varianten möglich.
Bei der Verwendung von Symbolen können Sie auch auf einschlägige Literatur zurückgreifen.

Materialempfehlungen Indianerkleidung

  • Vollton- & Abtönfarbe (im örtlichen Baumarkt oder z.B. bei Amazon)
    Wir nutzen auf unserer Freizeit unverdünnte Vollzonfarben. Selbstverständlich ist auch die Verwendung von Textilfarben möglich.
  • Gewebeplanen zur Abdeckung / Boden der Arbeitsfläche (im örtlichen Baumarkt oder z.B. bei Amazon)
    Da wir im Freien auf der Wiese arbeiten, legen wir Gewebeplanen als Arbeitsfläche aus. Die Planen dürfen im Gegensatz zu Wiese und Boden auch gerne bunt werden.
  • Als kleine Behälter für die Farben zum arbeiten nehmen wir leere Gläser und Deckel
  • Borstenpinsel (ab Dickegrad 16)