Erinnerungsritual an ein ehemaliges Teilnehmerkind

Erlebnisse werden weitergegeben

Junge beim Brückenritual - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Zu Ehren von "Die mit den Steinen spricht", wie das Kind bereits seit der Freizeit 2004 hieß, legen wir auch heute noch auf dem Hinweg zum Bruderhof einen Stein auf das Geländer "unserer" Brücke. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Hintergrund

Beim Überqueren einer Wanderbrücke in der Gauchachschlucht bei der Anreise im Jahr 2006 brach aus uns unbekannten Gründen die Brücke unter uns zusammen. Mit Ausnahme eines Kindes kamen alle Teilnehmer und Teamer mit dem Schrecken davon. Für das verunglückte Kind war die Freizeiit jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt zu Ende, da sie von der Burgmühle mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden musste. Aufgrund des Umfangs der Verletzung war eine Rückkehr auf den Lagerplatz nicht mehr möglich.
Da das Kind bereits im Jahr 2004 unsere Freizeit besuchte, hatte es bereits einen indianischen Namen verliehen bekommen. "Die mit den Steinen spricht" ist daher nicht nach diesem Unfall als Name in die Freizeitgeschichte eingegangen sondern war tatsächlich bereits im Vorfeld des Unfalls der Name des Kindes.

Personen

  • gesamte Gruppe
  • Geschichtenerzähler

Material

  • 1 Stein für jeden Teilnehmer

Ort

Wanderbrücke in der Gauchachschlucht

Ritualzweck

Gemeinsame Erinnerung an Die mit den Steinen spricht und den größten Unfall in der Geschichte unserer Freizeit.

Ritualverlauf

Die von uns ausgewählten Steine werden nach einer Erzählung der Geschichte des Unfalls durch einen unmittelbar mitbetroffenen Teamer zur Erinnerung an Die mit den Steinen spricht auf die Stützen des Geländers gelegt.

Jeder Indianer geht hierbei einzeln, leise und langsam über die Brücke und sucht sich den Platz für seinen Stein selbst aus. Sollte der Stein bei der Platzierung ins Wasser fallen, war dies der persönliche Wunsch von Die mit den Steinen spricht als Stein für uns noch einmal in das Wasser zu fallen. Sie wacht an dieser Stelle über uns, damit kein weiteres Kind die Freizeit bereits - ohne am Lagerplatz angekommen zu sein - auf der Anreise abbrechen muss.