Indianermusik und Indianertänze

Eine Freizeit ohne? - Geht einfach nicht!

Musik und Tanz gehört zu den Prärie-Indianern genauso wie Tipi und Pferde. Da diese abseits von den Apachen und Winnetou wahrscheinlich die bei den Kindern am weitesten mit dem Begriff Indianer in Verbindung gebracht werden, sollte man im Rahmen einer Veranstaltung, Geburtstagsfeier und vor allem Freizeit nicht auf diese verzichten.

Teamer trommelt - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Jormas sorgte für Trommelklang zum Einstieg während die Kinder sich noch schminken ließen - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Je nach zur Verfügung stehender Zeit und vor allem auch personeller Ausstattung kann man hier mehr oder weniger ausgestalten. Sinnvoll ist auf jeden Fall ein untrennbar mit der Veranstaltung oder dem Geburtstag verbundenes Lied. (Recht einfach zu lernen sind Call and Response-Lieder mit Vorsänger und Gruppenwiederholungen)
Für Freizeiten gilt dies entsprechend, jedoch mit der absoluten Empfehlung aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeit sich ein entsprechendes Liederrepertoir anzueignen.
Unser persönliches Liederrepertoir ist sehr umfangreich. Es besteht aus einfachen Liedern, die im gut im Programm eingebunden werden können (Call and Response) und etwas anspruchsvolleren (für den Musikworkshop). Ergänzt wird dies durch weitere Lieder die ausschließlich von Teamern verwendet werden - Namensgebungszeremonie, Pow Wow, Begrüßung etc. - und hier je nach persönlichem Schwerpunkt mehr oder weniger fest verankert sind. Bei uns zeigt es sich in diesem Punkt regelmäßig, dass unser großes Repertoir für abwechslungsreiche Freizeiten sorgen kann.

Musik in den Alltag integrieren

Auf unserer Freizeit ist Musik allgegenwärtig. Während der Wanderung zum Lagerplatz gibt es immer einige Kinder aus den Vorjahren die zusammen mit anderen Kindern aber auch Erwachsenen die Gassenhauer schmettern.
Am Lagerplatz angekommen folgt die Begrüßung durch die Aufbauindianer und auch bei der Namensgebung am gleichen Abend ist Musik ein direkter Bestandteil.

Mit interessierten Kindern findet während der vor- oder nachmittäglichen Workshopphase ein Musikworkshop statt. Hier wird getrommelt und getanzt, aber auch viel gesungen und die indianischen Lieder vertieft. Teilweise entstehen auch neue Liedvariationen, die dann in das musikalische Repertoir der Freizeit einziehen.

Außerhalb des Musikworkshops stehen interessierten Kindern nach Absprache mit dem Musikindianer unsere Trommelln und viele weitere Musikinstrumente zur Verfügung. Viele Kinder bringen auch eigene Musikinstrumente mit auf die Freizeit und nutzen diese zusätzlich.

Ein Stammesliederbuch unterstützt zusammen mit unseren Liederbüchern das erlernen der Lieder auf Melodieinstrumenten und mit der eigenen Stimme.

Musikalische Programmpunkte werden lebendig

Nicht nur im Musikworkshop und im Versammlungszelt wird gesungen und getanzt. Musik ist bei uns allgegenwärtig und auch in vielen Aktionen mit dabei.
Was wäre unser Abschlussfest (Pow Wow) ohne Musik. Sei es durch Kinder und Erwachsene die die Trommel zum klingen bringen, sich gesanglich engagieren und unser großes Konzert der Lagerolympiade.

Als letzte Aufgabe der Lagerspiele erhalten die jeweiligen Gruppen die Aufgabe sich bis zum Pow Wow auf eine Präsentation mit Musik und Gesang vorzubereiten. Obwohl die Wahl des Liedes und dessen Interpretation frei ist, hat es sich in den letzten Jahren eingebürgert, dass die Kinder neue Texte auf bekannte Lieder oder völlig neue Interpretationen sich überlegen und zur Aufführung zu bringen. Textblätter sind daher bei der Aufführung keine Seltenheit und werden durch die Jury nicht mit Abzügen bewertet.