Erinnerungsritual an ein ehemaliges Teilnehmerkind

Erlebnisse werden weitergegeben

Dieses Ritual wurde auf dem Lagerplatz Bruderhof durchgeführt.

Junge beim Brückenritual - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Zu Ehren von "Die mit den Steinen spricht", wie das Kind bereits seit der Freizeit 2004 hieß, legten wir zwischen 2007 und 2013 auf dem Hinweg zum Bruderhof jeweils Steine auf das Geländer "unserer" Brücke. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Hintergrund zum Ritual

Beim Überqueren einer Wanderbrücke in der Gauchachschlucht bei der Anreise im Jahr 2006 brach aus uns unbekannten Gründen die Brücke unter uns zusammen. Mit Ausnahme eines Kindes kamen alle Teilnehmer und Teamer mit dem Schrecken davon. Für das verunglückte Kind war die Freizeiit jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt zu Ende, da sie von der Burgmühle mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden musste. Aufgrund des Umfangs der Verletzung war eine Rückkehr auf den Lagerplatz nicht mehr möglich.
Da das Kind bereits im Jahr 2004 unsere Freizeit besuchte, hatte es bereits einen indianischen Namen verliehen bekommen. "Die mit den Steinen spricht" ist daher nicht nach diesem Unfall als Name in die Freizeitgeschichte eingegangen sondern war tatsächlich bereits im Vorfeld des Unfalls der Name des Kindes.

Personen

  • gesamte Gruppe
  • Geschichtenerzähler

Material

  • 1 Stein für jeden Teilnehmer

Ort

Wanderbrücke in der Gauchachschlucht

Ritualzweck

Gemeinsame Erinnerung an Die mit den Steinen spricht und den größten Unfall in der Geschichte unserer Freizeit.

Ritualverlauf

Die von uns ausgewählten Steine wurden nach einer Erzählung der Geschichte des Unfalls durch einen unmittelbar mitbetroffenen Teamer zur Erinnerung an Die mit den Steinen spricht auf die Stützen des Geländers gelegt.

Jeder OxMoxer ging hierbei einzeln, leise und langsam über die Brücke und suchte sich den Platz für seinen Stein selbst aus. Sollte der Stein bei der Platzierung ins Wasser fallen, war dies der persönliche Wunsch von Die mit den Steinen spricht als Stein für uns noch einmal in das Wasser zu fallen. Sie wachte an dieser Stelle über uns, damit kein weiteres Kind die Freizeit bereits - ohne am Lagerplatz angekommen zu sein - auf der Anreise abbrechen muss.

War es Zufall oder streckte mehr dahinter?

Seit der Freizeit 2007 (dem Jahr nach dem Unfall) führten wir in jedem Jahr das Ritual an der gleichen Stelle mit immer den gleichen Teamern als Leitung durch. Bei der Anreise 2014 kamen wir aus witterungstechnischen Gründen (die Gauchachschlucht war im Abschnitt zwischen Döggingen und der Burgmühle wegen Nässe gesperrt) nicht an unserer Brücke vorbei. Dadurch waren wir nicht in der Lage in diesem Jahr das Brückenritual durchzuführen.
Die Freizeit 2014 sollte aufgrund des großen Wasserschadens auf dem Lagerplatz schließlich die letzte Freizeit auf "unserer" Wiese am Bruderhof werden.

zur Geschichte in der Stammeschronik

 

Ansprechpartner

Mirco Bormuth
Freizeitenteam OxMox

(06151) 392 192 00
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Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

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Üblicherweise findet unsere Freizeit über 9 Tage mit 8 bis 12jährigen Teilnehmer*innen in der Nähe von St. Roman im Schwarzwald statt.
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation im Jahr 2020 bieten wir unsere Freizeit in Ausschnitten online für zu Hause an.

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Kinder bauen einen Damm - Foto: NAJU BW / T. Reischmann

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