Wolfspfad jetzt mit LED

Kerzenwanderung ohne Feuer

Mit dem Wolfspfad - unserer Nachtwanderung - ist es so eine Sache. Auf der einen Seite macht sie den OxMoxern (sowohl Kindern als auch Erwachsenen) sehr viel Spaß, ist auf der anderen Seite allerdings dann doch sehr wetterabhängig. 2018 gab es dann allerdings auch noch einen neuen Grund, warum er ausfallen musste. Es war zu trocken. Für 2019 musste daher eine Lösung gefunden werden.

Kerzen leuchten den Weg des Wolfspfades - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Der Abend gehörte schließlich dem Wolfspfad - unserer Form der Nachtwanderung. Einzeln und ohne weiteres Licht liefen wir den Weg der Kerzen (in diesem Jahr LED) entlang. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

· OxMox 2019 · NAJU Geschäftsstelle Teamer Technik Vorbereitung

Bereits beim Planungstreffen in Stuttgart gab es daher die Idee es mal mit LED-Kerzen zu probieren. Eine Lösung für die doch benötigte größere Menge gab es da allerdings noch nicht - und in der Geschäftsstelle danach fragen wollte auch keiner so richtig. Daher wanderte auf unsere persönliche to-Do-Liste einmal der Punkt zu schauen was denn intern an LED-Lichtern aufzufinden war. Auf die normale Materialliste wanderten auch in diesem Jahr erst einmal wieder unsere Tee- und Grablichter wie immer.

Zu Beginn der Hauptvorbereitung in der Geschäftsstelle fiel dort beim betrachten der Materiallisten aller Freizeiten auch der Wolfspfad und das entsprechend dort benötigte Material auf. Der Sommer hatte wieder sehr trocken begonnen und auch die Waldbrandgefahr war wieder sehr hoch und am steigen. Offenes Feuer beim Wolfspfad sollte daher auch in diesem Jahr wahrscheinlich wieder für Ausfälle sorgen. Der Geschäftsführer begann zu recherchieren, ob andere vielleicht schon über Erfahrungen mit den LED-Kerzen bei einem Wolfspfad hatten.

Die Antwort auf seine Frage fand er im Internet bei den Suchmaschienen nicht - dafür allerdings mit den unterschiedlichsten Suchbegriffen immer die entsprechende OxMox-Seite. Wie gut dass Tatze an diesem Tag nach Feierabend in der Geschäftsstelle anrief. Am Ende hatte Tatze testweise einmal LED-Lichter und (sich als zu klein herausstellende) Gläser bestellt.

Als diese schließlich nach zwei Tagen bei Tatze im Kindergarten angekommen waren, gab es kurz vor Ende des Kindergartentages dann das große Testen. Zusammen mit zwei Gläsern, einem LED-Licht, einer Kerze und einem Streichholz ging es dann einmal in den Waschraum - zum Materialtest. Ein Unterschied bei der Helligkeit war nicht festzustellen, so dass Tatze auch an diesem Tag wieder einmal in Stuttgart in der NAJU Geschäftsstelle anrief.

Jetzt hatte er den Salat. Aufgrund der aktuell nicht gerade üppig vorhandenen Kapazitäten, durfte er jetzt nicht nur für den Wolfspfad von uns Indianern sondern auch für die Kollegen vom Donautal LED-Lichter organisieren. Also einmal Internet aufsuchen und recherchieren. Es ist schon interessant was es trotz allem bei simplen Teelichtern auf LED-Basis für Unterschiede geben kann. Eines aber hatten alle Angebote gemeinsam: "Made in China". Also einmal Operation Saurer Apfel und dann doch insgesamt 100 in China hergestellte LED-Lichter bestellt.

Gläser zu den Teelichtern zu finden war nicht weniger einfach. Allerdings nicht aufgrund der nicht vorhandenen Herstellung in China. Eher durch die große Anzahl an Anbietern und Versendern für Einmachgläser in der gewünschten Größe. Am Ende waren aber auch die 100 Gläsern zu den Lichtern bestellt - mit Deckel.
Einige Tage später gab es dann die aktive Mittagspause für Tatze. 100 Deckel von den Gläsern abschrauben - 100 Teelichter einfüllen - 100 Deckel wieder auf die Gläser schrauben.

Im Verlauf der weiteren Woche wurde das ganze dann noch auf zwei Kisten verteilt - uns gehörte ja nur die Hälfte der Lichter - und schließlich zur NAJU gefahren.

Der weitere Verlauf ist dann recht schnell erzählt: Unsere Lichter wurden ganz normal in den Bus verpackt und schließlich der Wolfspfad damit aufgebaut. Hier änderte sich einfach überhaupt nichts im normalen Ablauf. Es war wie immer - außer das wir ohne LED-Lichter aufgrund des wieder sehr trockenen Sommers erneut auf den Wolfspfad hätten verzichten müssen.

Zwei Änderungen gab es dann allerdings doch noch:

  • Keiner der zwischen den Kindern laufenden Teamer musste in irgendeiner Form ein Streichholz mitnehmen um ausgegangene Lichter zu ersetzen.
  • Der letzte Teamer musste nicht alle Lichter auspusten. Es gab ihn nämlich nicht, da gleichzeitig schon der Abbau des Wolfspfades erfolgen konnte. Wir hatten kein Wachs, das noch wieder fest werden musste.
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