Bastelst du noch oder "traumfängerst" du schon?

Der Workshoptrend der Freizeit 2015

Fragt man die 2015er Indianer über Kernelemente der Freizeit aus – Traumfänger werden sicherlich öfter genannt. Kein Tag an dem nicht irgendjemand irgendwann und irgendwo saß und einen begonnen, weitergemacht oder beendet hat. Die Sammlung im Versammlungszelt wuchs im Verlauf der Freizeit immer weiter und weiter. Kesheekoni kam während der Workshopzeit selten zu etwas anderem.

Traumfängerreihe im Versammlungszelt - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Die sich im Versammlungszelt sammelnden Traumfänger gaben einen sehr schönen Hintergrund. Wir nutzen ihn auch für unsere Gruppenbilder - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Es begann beim Teamervortreffen, lange bevor die ersten Kinder auf den Platz gefahren waren. Die anwesenden Teamer puzzelten mit ihren eigenen Ideen und den Mitteilungen und Mails der anderen den Grundplan zusammen. Dieser sollte wie immer die Grobplanung für die Freizeit sein – und situativ wie in jedem Jahr wieder in einzelnen Punkten geschoben, gekürzt oder ergänzt werden.

Keezheekoni wollte Traumfänger mit den Kindern basteln. Wir planten es am dritten Workshoptag ein. So gerüstet besorgten wir in Verbindung mit der Geschäftsstelle das Material und fuhren auf die Freizeit. Da wir am zweiten Workshoptag durch Umplanungen noch Luft hatten, begann Keezheekoni an diesem Tag mit den Traumfängern. Was zu diesem Zeitpunkt keiner wusste: sie sollte nicht mehr davon wegkommen.

Keezheekoni hatte den Nerv vieler Kinder getroffen. Dazu konnte sie es auch noch gut erklären und hatte eine gute Technik. Die Ergebnisse sahen super aus und so kamen immer mehr Kinder aus anderen Workshops auch auf die Idee einen Traumfänger herstellen zu wollen. Sie nahm sich die Zeit und weil es die Situation zulassen sollte, gab es in der Regel auch eine aktive Mittagspause für viele Kinder und Erwachsene. Viele waren bei den Traumfängern am arbeiten oder schauten einfach zu wie von ihren Freunden weitere hergestellt wurden. Einige sollten daraufhin auch einen eigenen beginnen.

Hingen die ersten Traumfänger noch zur Präsentation und Sicherung am Außenzelt, wurde der Platz immer knapper und so zogen schließlich die Traumfänger ins Versammlungszelt um. Dort bereicherten sie die Dekoration und sollten am Ende auch als Hintergrund für unsere Gruppenbilder genutzt werden.

Ein Ende für die Traumfänger kam erst mit dem Ende der Freizeit in Sicht. Die Zeit ging einfach aus. Und im Versammlungszelt geschah angesichts der Menge an Traumfängern und der Länge der Herstellungszeit etwas kaum für möglich gehaltenes: alle Traumfänger konnten ohne Probleme wieder von ihren Besitzern gefunden werden. Es blieb weder einer übrig noch gab es Diskussionen über einzelne gleichfarbige Traumfänger.

OxMox 2015 – Bastelst du noch oder "traumfängerst" du schon?

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