Der OxMox-Chor

"Lasst uns lieber singen statt schreiben"

Sechs die Freizeit wiederholende Mädchen und ein Teamer – das war die Ausgangslage für den großen OxMox-Chor 2015. Es gab zwar keinen Musikworkshop, dafür dennoch eine sehr musikalische Freizeit. Wir sangen das große Liederbuch hoch und runter und von links nach rechts. Und weil das ganze so schön war, sang die ganze Gruppe irgendwann direkt dann auch gleich noch mit. Ob Einzellied oder Kanon – der Chor war überall. Am Ende machten wir sogar noch eine Notaufnahme mitten auf der Waldlichtung.

Es begab sich in diesem Jahr, dass alle wiederholenden Mädchen, sechs an der Zahl, unheimlich Musik begeistert waren. Zwar fiel der Musikworkshop am Vormittag auch in diesem Jahr mangels großer Beteiligung erneut aus, doch dem musikalischen Programm was das völlig gleich. Wir sangen trotzdem: bei Leder, bei Speckstein, beim Wandern … - Was mich aber persönlich in diesem Jahr beeindruckt hat, war die unheimliche Qualität, die unser Gesang angenommen hat.

Für mich ist es zwar jetzt die 14 Freizeit gewesen, aber wann wir zum letzten Mal eine so gute Sängerzusammenstellung und Qualität hatten, daran kann selbst ich mich nicht erinnern.

Viele unserer Lieder kann man auch zweistimmig als Kanon singen. Das klappt aber in der großen Gruppe unheimlich selten. Auch in der kleinen Gruppe ist das oft schwer – wie wir ja selbst gelegentlich festgestellt haben bis wir uns auf eine gute Vorgehensweise festgelegt hatten. Ein Bass (ich) singt die erste Stimme und sechs Alt bzw. Soprane (ihr) kommen mit der zweiten dazu. Umgekehrt klappte es ja nur kurz bis gar nicht.

So richtig bewusst wurde unser musikalisches Können auf der kleinen Wanderung zum Teisenkopf, als wir zum ersten Mal in größerer Runde das Kuate als Kanon anstimmten. Das setzte sich dann abends im Versammlungszelt fort als wir – nach Jungs und Mädchen getrennt – das Lied mit der Großgruppe das erste mal richtig als Kanon sangen. Und das erste Mal seit vielen Jahren klang das Kuate Leno mit einer vollständigen zweiten Stimme und nicht nur nachgezogen oder von den Teamern leise nebenher gesungen durch unsere Runde. Da das mit dem Kuate so gut klang, haben wir direkt noch ein weiteres Lied nach Jungen und Mädchen getrennt gesungen.

An dieser Stelle einen richtig großen Dank an alle Chormitglieder. Die letzten Jahre habe ich immer, wenn ich an bestimmte Kinder auf der Freizeit dachte, die Rauchwolke im Hinterkopf behalten und mich gerne beim Betrachten der Fotos bei den verschiedenen Anlässen daran erinnert – dieses Jahr ist es definitiv anders. Dieses Jahr werde ich mich wehmütig und wahrscheinlich noch viel länger als sonst an das gemeinsame Singen mit euch und vor allem den guten Klang erinnern.

Die vielfältigen Mitschnitte, die wir auf der Freizeit gemacht haben, werden ihren Teil dazu beitragen. Wohl wissend bei der ganzen Erinnerung aber, dass die Chance auf eine Wiederholung sowohl mit euch als auch mit anderen Kindern in den nächsten Jahren sehr gering sein wird.

Ihr, die noch nicht 12 Jahre alt seid, dürft mich aber gerne mit einer Fortsetzung im nächsten Jahr überraschen. Die Freizeit kann damit nur gewinnen.

Ich, der gleichzeitig auch bei uns im Team die Lagerzeitung betreut, kann jedoch von mir absolut behaupten, dass mir die diesjährige OxMox durch den Gesang und die Erlebnisse und Erzählungen mit dem gesamten Chor in größerer Wertschätzung in Erinnerung bleiben wird, als die Zentralredaktionen der Lagerzeitung in den letzten Jahren. Und das obwohl ihr auch mehr oder weniger die Lagerzeitung parallel zu großen Teilen mitgeschrieben habt. Irgendwann habe ich dann aber gesagt … "pfeif auf die Rauchwolke … lasst uns singen!"

Mit großer Verbeugung
Pilamaya yelo

(Große Tatze – Rauchwolke 2015)

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