Die Mädchenschwitzhütte brauchte drei Versuche

Wenn nicht alles nach Plan läuft

Im Gegensatz zur Jungsschwitzhütte gestaltete sich die Durchführung der Schwitzhütte für die Mädchen in diesem Jahr etwas schwieriger als gedacht. Wir brauchten aus Wetter und durch einen kleinen Unfall 2015 irgendwie dann doch drei Anläufe bis es klappte.

Schwitzhüttenfeuer - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Im dritten Anlauf klappte es dann doch noch mit dem Feuer für die Mädchen - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Wir schwitzen seit einiger Zeit getrennt. Zum einen weil es indianisch richtiger ist und zum anderen den Bau der Schwitzhütte durch einen geringeren Durchmesser wesentlich erleichtert. Dadurch das wir getrennt schwitzen benötigen wir aber auch zwei Tage für die Durchführung. Direkt hintereinander geht nicht. War bisher auch nie das große Problem – gepasst hatte es immer irgendwie an zwei aufeinander folgenden Tagen. Nur dieses Jahr hatten wir damit unsere Probleme.

Die Schwitzhütte war überraschend schnell fertig, so dass wir die Jungsschwitzhütte nach vorne ziehen konnten. Dies war für die männlichen Teamer zwar ungewohnt da die Mädchen sonst meist zuerst schwitzen.

Aufgrund der Situation um Feuerhütersituation um Calfuray (Familienfeier) war dies jedoch so sicherer. Geplant war – wie immer – die Mädchenschwitzhütte am nächsten Tag durchzuführen.

Am Tag danach regnete es und als Ergebnis musste die Schwitzhütte der Mädchen recht früh schon wegen Feuchtigkeit und entsprechender Nässe von Feuerholz, Schwitzhüttensteinen und Feuerstelle abgesagt werden. War verständlich und nachvollziehbar und für die meisten Mädchen auch überhaupt nicht bewusst. Auch wenn vom ein oder anderen am darauffolgenden Tag die ersten Nachfragen kamen.

Der zweite Versuch die Mädchenschwitzhütte durchzuführen scheiterte auch – sehr kurzfristig. Alles richtete sich. Die Jungs trafen sich im Versammlungszelt, die Mädchen zogen sich ihre Badesachen als Unterwäsche an bevor sie mit ihrem Handtuch das Versammlungszelt betraten. Jormas, der Feuerhüter bei den Mädchen, begann mit dem Aufbau des Schwitzhüttenfeuers. Poloma, die die Schwitzhütte der Mädchen durchführen sollte richtete sich. Im Versammlungszelt begannen wir den Tag wie geplant. Alles verlief so wie vorgesehen – bis Chosovi mit dem Kopf ins Versammlungszelt schaute und allen die Verschiebung der Mädchenschwitzhütte mitteilen musste. Jormas hatte sich beim Aufbau des Feuers einen großen Splitter in den Daumen gezogen und musste mit Poloma ins Krankenhaus fahren. Ohne Feuerhüter zwangsweise keine Schwitzhütte – selbst wenn jemand anderes mit Jormas ins Krankenhaus gefahren wäre.

Nächster Tag – dritter Versuch: diesmal sollte es mit der Schwitzhütte funktionieren. Doch bis wir letztlich dort waren, gab es noch einige Klippen zu umschiffen. Jormas als Feuerhüter fiel aus und die anderen Teamer hatten dies noch nicht gemacht. Ergebnis war das Jormas als Assistent den neuen Feuerhüter unterstützt. So die Planung die wir am Ende dann doch nicht umsetzten mussten.

Calfuray war vorzeitig von ihrer Familienfeier zurückgekehrt. Wir hatten wieder einen Feuerhüter mit Erfahrung. Alle weiblichen Teamer die in die Schwitzhütte wollten konnten auch gehen. Jormas, Schneller Hirsch, Adlerherz sucht seine Tiere und Tatze machten Programm mit und bei den Jungs. Alles war gut und jeder, der wollte, konnte schwitzen. Auch Calfuray – der Feuerhüter schwitzt bei der Schwitzhütte wahrscheinlich am längsten, wenn auch anders.

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