Glubschi – oder wer küsst den Frosch

Wenn die Mädchen Froschkönig spielen

Die großen Mädchen verstanden sich untereinander sehr gut. Und auch wenn die Freundinnen Weißes Pferd und Kojote der mit den Pferden läuft in diesem Jahr oft mit unterschiedlichen Gruppen unterwegs waren, man machte häufig auch Dinge zusammen. Insbesondere der Bach an der Lagergrenze hatte es Weißes Pferd angetan. Zusammen mit Auge des blauen Vogels ging sie dort öfter auf Erkundungstour.

Platzhalter stammesinternes Bild - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Kaneonuskatev sagt: "Dieses Bild ist nur für Stammesmitglieder." - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Auf unserem neuen Lagerplatz gab es im Vergleich zum alten einige Änderungen. Eine der größten war wahrscheinlich der Bach, der an unserer Lagergrenze entlang floss. Jetzt konnten die Kinder auch ohne Erwachsenen ohne weiteres nach der Tierwelt am Wasser schauen.

Dieses Angebot nahmen viele Kinder auch gerne an. Weises Pferd war in Pausen und Freibeschäftigungszeiten häufig mit anderen Kindern dort unten. So auch an diesem Tag. Die Mädchen hatten am Bach einen Frosch gefunden und hatten einigen Spaß mit ihm. Sogar einen Namen hatte er bekommen: Glubschi.

Platzhalter stammesinternes Bild - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Kaneonuskatev sagt: "Dieses Bild ist nur für Stammesmitglieder." - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Wer von den Mädchen jetzt allerdings genau auf die Idee kam ist nicht überliefert, was wir aber wissen ist das viele Mädchen in ihrem Spaß vermuteten Glubschi könne ihr verzauberter Indianersohn sein – sie küssten ihn.

Doch wie so oft kam auch hier keiner heraus. Es war nur ein Frosch. Der Stimmung tat es nicht weh und immer noch kichernd und lachend waren die Mädchen gerade dabei Glubschi, frisch gewässert, wieder zurück zu bringen, als er eine eigene Entscheidung traf. Er hüpfte einfach von Weißes Pferds Hand herunter.

Die Mädchen versuchten ihn nochmal einzufangen, was jedoch nicht gelingen sollte. Glubschi hüpfte wieder nach Hause und bei den Mädchen passierte noch ein kleiner Unfall mit Folgen.

Weißes Pferd bewässerte im weiteren Verlauf am Bach versehentlich leicht die Kamera von Mondtropfen aus Sonnenlicht. Die nahm ihr das etwas übel und beschloss in Rente zu gehen. Das allerdings auch leicht kurios. Nach einer Trocknungspause lies sie sich zwar ohne Probleme ein- und ausschalten – selbst das Objektiv fuhr aus – aber weder erschien auf dem Display ein Bild noch speicherte sie noch irgendetwas bildmäßiges auf der Speicherkarte ab.

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