Kuate – es lebe der Kanon

Wir singen und singen uns singen ...

Wenn Teamer bei einem Zuhören von Gesang aus dem Versammlungszelt freiwillig ihren Lagerdienst noch ein paar Minuten verschieben. Wenn Jormas und Tatze am Ende einer Freizeit beide gleichzeitig noch länger bleiben wollen. Wenn die ganze Gruppe nach dem Singen Bauklötze staunt. Dann muss auf der Freizeit etwas unheimlich bleibendes entstanden und passiert sein. - Es lebe der Kanon!

Das wir auf der 2015er Freizeit unheimlich gerne und auch gut gesungen haben, war schon recht schnell nach Beginn der Freizeit zu merken. Die wiederholenden Mädchen bildeten sich mehr und mehr als Chor heraus, in den, mit dem Liederbuch und vielen – in den letzten Jahren nicht gesungenen – Liedern aus diesem, auch der für die musikalische Gestaltung zuständige Teamer (Tatze) einstieg. Und schon bald erklangen immer wieder bei fast allen Gelegenheiten die unterschiedlichen Lieder auf dem Platz.

Bei den Workshops, nach dem Essen, in der Freizeit, und und und – es wurde eigentlich ständig irgendwo gesungen oder gesummt.

Richtig interessant wurde es aber auf der Wanderung zum Teisenkopf. Da ging es richtig los. Beim Bändchenknüpfen begannen Teile des Chores mit Hilfe des eingepackten Liederbuches zu singen. Als das richtig gut klang, wollte Tatze etwas ausprobieren. Kuate als richtiger Kanon, da die zweite Stimme seit Jahren von vielen Wiederholerkindern immer wieder nachgezogen gesungen wurde. (Teile der Teamer sangen in den letzten Jahren im Versammlungszelt immer wieder einmal die zweite Stimme dazu.)

Der erste Versuch den Kanon zu singen schlug fehl, aber recht schnell hatten wir den Bogen raus. Tatze die erste Stimme und die Mädchen mit der zweiten hinterher. So kamen die Mädchen nicht raus und es klang. Mit diesen Erfahrungen ging es am Abend ins Versammlungszelt. Hier erklang, mit Unterstützung der Chormädchen, das erste Mal seit Jahren in der großen Runde Kuate als Kanon.

Tatze mit allen Jungs die erste Stimme, die Chormädchen mit den restlichen Mädchen die zweite Stimme. Stark beeindruckt gingen wir an diesem Abend in unsere Schlaftipis. (Die Mädchenschwitzhütte musste nach einem Unfall ausfallen.)

Immer wieder sangen wir in der großen, aber auch in der Chorgruppe, das Kuate im Kanon. Ein normales Kuate kam kaum noch vor. Uns gefiel das so gut, dass wir irgendwann nicht anders konnten, als sowohl die Chorversion als auch die Gruppenversion aufzunehmen.

Ein Kanonversuch schlug jedoch nochmal fehl. Die Stimmen zu tauschen (Mädchen die Erststimme – Jungs die Zweitstimme) ist keine gute Idee. Es klang scheußlich.

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