Wie man auch zu einem neuen Indianernamen kommen kann

Tatze verleiht erstmals einen Ehrennamen

Auf unserer Freizeit gibt es normal zwei Wege um zu einem Indianernamen zu kommen. In der großen Namensgebungszeremonie bei der ersten Freizeit als Kind (bzw. Teamer) oder über die große Namenssuche der 12jährigen Abgängerkinder. In diesem Jahr gab es auch noch einen dritten Weg. Und ginge es nach Jormas und Tatze könnte dieser Weg auch bleiben, behandelt dieser dritte Weg doch den Ehrennamen als besondere Auszeichnung.

Mädchen pustet Feuer an - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Weißes Pferd war nicht davon abzubringen. Immer weiter hielt sie das Feuer am Brennen und pustete und verlangte weiteren Reisig. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Es war der Abend der Mädchenschwitzhütte. Nach einmal zu nass und einmal Unfall sollte das im dritten Anlauf dann auch klappen. Einzig Weißes Pferd ging nicht mit. Nicht dass sie keine Lust darauf hätte, aber nach der großen Pusteaktion in der Olympiade wollte sie dann an diesem Tag dann doch nicht mit schwitzen. So blieb sie nach dem gemeinsamen Start im Versammlungszelt an diesem Abend bei Jormas, Tatze und den Jungs. In kleinerer Runde sollte hier der Tag dann noch gemütlich ausklingen.

Erst nachdem alle Mädchen bis auf Weißes Pferd das Tipi verlassen hatten und ein Lied gesungen war, nahm Tatze den Redestab. Er hatte eine kleine Überraschung.

In der großen Runde hatten vorher die vier 12jährigen Kinder ihren auf der Visionssuche erfolgreich gefundenen Namen verraten. Weißes Pferd, die mit ihren 11 Jahren im Gegensatz zu ihrer Freundin Kojote der mit den Pferden läuft dort nicht teilnehmen konnte, sollte an diesem Abend dennoch mit einem neuen Namen in ihren Schlafsack gehen. Tatze hätte das jetzt kommende zwar auch vorher in der großen Runde machen können, er hat sich allerdings aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden. Mit der Hauptgrund war auch, dass Weißes Pferd, wenn sie schon nach dem großen Pusten nicht in die Schwitzhütte wollte, dennoch einen besonderen Abend in der Jungsrunde erleben sollte.

Am Vorabend hatte Tatze in der großen Runde auf vielfachen Wunsch die Geschichte über eine tapfere Indianerin, die von ihrem Mann einen neuen Namen als Ehrennamen erhalten hatte, vorgelesen. "No Moccassin" war der Name der Indianerin. Und auf diese Geschichte ging Tatze jetzt auch ein.

Er erzählte von einem Stammesmitglied, die aufgrund ihrer Leistungen am heutigen Tag sich einen neuen Namen mehr als nur verdient hatte. Es habe Mut bewiesen, große Ausdauer gezeigt und nicht aufgegeben um das Ziel erfolgreich zu erreichen. Ganz im Sinne von No Moccassin hatte sich Weißes Pferd sich einen neuen Namen mehr als nur verdient.

Weißes Pferd sollte von nun an den Ehrenbeinamen "das Feuer bringt" führen, denn das hatte sie am Nachmittag in der Olympiade regelrecht herbei gepustet. Einen vollständigen Namenswechsel als Ehrennamen wollte Tatze nicht durchführen. Weißes Pferd soll auf einer evtl. weiteren Freizeit – einmal dürfte sie ja noch – in der Visionssuche völlig frei und unbefangen auf Namenssuche gehen können und ohne gleich und unbedingt den drittem vollständig neuen Namen finden zu müssen.

Mehr zur Geschichte

Die Geschichte von Weißes Pferd das Feuer bringt