Wapiti wurde absolut vermisst

Wenn ein Teamer mal nicht kann

Das langjährige Teamer immer wieder mal aus diversen Gründen nicht oder nur teilweise kommen können ist nichts neues und kommt bei fast jedem inzwischen vor. Aus dem "Stammteam" können aktuell einzigst Poloma und ich (Tatze) auf kontinuierliche und durchgehende Anwesenheit während unserer Freizeitjahre zurückblicken. Ausfälle fallen dann doch dort am ehesten auf, wo diese wohl am unbekanntesten sind – bei den Kindern.

Mädchen-Club mit Wapiti - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Zur Freude der Mädchen war Wapiti genau an dem Tag zu Besuch als wir im Versammlungszelt die Gruppenbilder machten. Unbedingt musste ein Bild vom Mädchenclub mit Wapiti auch noch sein. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

So gab es in diesem Jahr dann bei fast allen wiederholenden Mädchen lange Gesichter, als Wapitis Ausfall die Runde machte. Auf dem ersten Blick ist dies ja nicht erkennbar, da Wapiti meist direkt am Platz dem Aufbauteam abgehört und nicht zusammen mit den Kindern und dem Zug anreist.

Somit gab es direkt die erste indianische Aufgabe zu bestehen: "Überleben auch ohne unseren Kriegshäuptling". (Wir Teamer haben über die Jahre hinweg bestimmte Spezialgebiete uns angeeignet – doch das ist wieder eine vollkommen andere Geschichte)

Ein Lied für Wapiti

Mit dir macht es viel mehr Spaß,
Wapiti sitzt zu Hause ganz klein und dumm,
er macht gerade leider sein Praktikum.
also gib jetzt bitte Gas,
damit du nächstes Jahr wieder kommen kannst.

Es musste das was musste und die Mädchen hatten sich recht schnell mit der Situation abgefunden und gingen damit auf ihre Weise um. Der sich bildende Chor (noch ohne Tatze) dichtete direkt einmal "Ein Männlein steht im Walde" um und es entstand das "Lied für Wapiti". Zwar nicht ganz vollständig ernst gemeint, aber dennoch aus den Kindern heraus gegriffen.

Schneller Hirsch wurde als Ersatz getestet, aber nicht für gut befunden. Zum einen hingen die Jungs ständig an ihm dran und zum anderen ließ er sich nicht von den Mädchen aus der Ruhe bringen. "Es gibt auch einen Ersatz für dich, aber den kann man nur schlecht nerven. Der wehrt sich gar nicht!", schrieben die Mädchen schließlich in der Rauchwolke an Wapiti.

Lange Gesichter hatten wir dann auch noch zu vermelden. Und zwar an dem Tag, an dem uns Wapiti dann doch noch besuchen kam. Das war nämlich ausgerechnet an dem Tag an dem die großen 12jährigen Mädchen den Vormittag auf Namenssuche und deshalb nicht am Platz waren. Deren Zeit mit Wapiti schmolz radikal nach unten. Da er sich mit einer anderen Alt-OxMoxerin (Lustiger Hase) verabredet hatte, konnte Wapiti trotz aller Bemühungen aber am Ende auch nicht länger bleiben, musste aber versprechen im nächsten Jahr so gut wie sicher wieder dabei zu sein.

Hätte es das große Missverständnis am Morgen oder Wapitis radikales verschlafen nicht gegeben, wäre die zur Verfügung stehende Zeit sicherlich größer gewesen, aber ob es das gebracht hätte?

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