Wo ist eigentlich das Telefon?

Hat das zufällig jemand gesehen?

Jedes Jahr ist es eigentlich das gleiche Spiel. Von der Geschäftsstelle bekommt jede Freizeit ein Notfallhandy mit auf dem wir von dort angerufen werden aber auch im Notfall mit Eltern, Lieferanten und Rettungsdiensten telefonieren können. Über viele Jahre hatte dieses Handy auf der Freizeit Jormas, da dieser einfach kein deutsches Funknetz hatte. Seit Jormas wieder in Deutschland wohnt ist die Handyfrage wieder stark aktuell. Dieses Jahr ging es dann auch gleich mal wieder richtig schief.

Alles begann mit einem kulturellen Missverständnis zwischen Indianerstamm und Landesgeschäftsstelle. In letzterer wechseln öfter einmal die für uns zuständigen Menschen. Zum einen sowieso geplant, da die Freiwilligendienstler (FÖJ / BFD) jedes Jahr wechseln, zum anderen öfter einmal ungeplant, da die Hauptamtlichenstelle aus unterschiedlichen Gründen neu besetzt werden muss. Tatze, der am Donnerstag vor der Freizeit sein Material in die Geschäftsstelle brachte, bekam dort vom Freiwilligendienstler die "Zugtasche" sowie die Freizeitkasse in die Hand gedrückt.

Auf der Inventarliste der Zugtasche befand sich zwar das Freizeitenhandy, war aber weder abgehakt noch in der Tasche selbst vorhanden. Tatze dachte sich nichts dabei, ist es bei uns sowieso üblich das Freizeitenhandy mit dem Materialbus auf den Platz zu schicken. Dort wird es eher gebraucht wie während der Zugfahrt.

Aufgrund der guten Leistung der Deutschen Bahn kam Tatze zum Buspacken am Samstag dann zu spät. Hier hatte Zinkana Nuni vom Hauptamt bereits die Freizeitunterlagen für den Aufbau und für den Platz bekommen. Das Handy war dort jedoch nicht auf der Inventarliste und somit auch nicht vorhanden. Somit fiel das Problem am Samstag noch nicht auf. Auch am Sonntag war es für den Platz kein Thema. Gleichzeitig ging Tatze in Stuttgart davon aus das das Handy, wie immer, mit dem Bus auf den Platz gefahren ist.

Erst am dritten Tag der Freizeit fiel unser interkulturelles Missverständnis auf. Irgendjemand fragte in die Runde wer das NAJU-Handy eigentlich habe. Die Antwort war, nach dem Tatze zur Sicherheit doch noch einmal die übrig gebliebene Zugtasche durchgeschaut hatte, eindeutig: keiner!

Also am nächsten Morgen in Stuttgart eine Vermisstenanzeige aufgegeben und einfach weiter gemacht wie bisher auch. Die Kommunikation klappte vorzüglich. Wichtiges aus Stuttgart hatten wir nicht, nach Stuttgart gab es auch – nach der Vermisstenmeldung – erstmal nicht zu funken und alles andere ging so oder so über die bewehrten Telefone untereinander.

Noch einmal lustig wurde es als Tatze am Vortag der Abreise mit Stuttgart telefonierte und dort die diversen Telefonnummern noch einmal abzugleichen, damit bei Problemfällen auch direkt die entsprechende Stelle kontaktiert werden konnte. Als erstes konnte er nämlich die Vermisstenmeldung der Vermisstenmeldung des Telefons aufgeben. Die ursprüngliche Vermisstenmeldung war nämlich innerhalb der Geschäftsstelle versandet und nicht dort angekommen wo sie eigentlich hätte landen sollen. Passiert – geschenkt.

Wo das Handy jetzt letztlich unsere Freizeit verbracht hat konnte bis zum Ende der Freizeit nicht geklärt werden. In der Geschäftsstelle war nämlich auch kein überzähliges Handy aufgetaucht. Nur eines wussten wir: Unser Freizeitenhandy von vor zwei Jahren lebte noch … es war in diesem Jahr das allgemeine NAJU-Notfalltelefon.

Mehr Teamerquatsch und Teamergeschichten