Er ist der Biber

Wenn der Indianername sich selbst entwickelt

Während der Freizeit kommt es immer wieder einmal vor, dass sich der von unseren Medizinmännern in der Namensgebung vergebene Name bereits nach kurzer Zeit als absolut stimmend herausstellt - so auch in diesem Fall. Das aber Bidziil (Er ist stark) am Ende der Freizeit unter diesem Namen eigentlich kaum noch bekannt war, hat er sich über die neun Tage selbst erarbeitet. Er war der Biber!

Platzhalter stammesinternes Bild - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Kaneonuskatev sagt: "Dieses Bild ist nur für Stammesmitglieder." - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Nach seinem Ausfall im vergangenen Jahr, war in diesem Jahr Wapiti wieder für die komplette Freizeit an den Äckerhof gekommen. Selbstverständlich hatte er auch wieder sein Beil eingepackt und nutzte dieses auch immer wieder mal für unterschiedliche Holzsituationen. Selbstverständlich hatte Wapiti in diesem Jahr auch wieder eine Dienstgruppe übernommen. Und so nahm die Geschiche ihren Anfang. Ein Mitglied von Wapitis OxMox-Schildis war Bidziil.

Wann genau es angefangen hat, lässt sich leider weder mit Hilfe von Lagerzeitung, Fotos oder dem Dienstplan (da war Wapiti mit dem Feuer am Pow Wow erst dran) genauer eingrenzen. Irgendwann während der Freizeit war Bidziil schließlich eines der wenigen Kinder der Freizeitengeschichte, die von Wapiti sein Beil nicht nur einerseits regelmäßig geliehen bekamen sondern auf der anderen Seite dies auch über längere Zeit ohne Anwesenheit von Wapiti mehr als nur nutzen durften.

Als nach der Wanderung zum Teisenkopf schließlich bis zum Abendessen sich die Indianer des Stammes ihre Freizeitbeschäftiungen selbst suchen durften, lieh sich Er ist stark von Wapiti wieder einmal das Beil aus. In der Nähe der Außenfeuerstelle lagen mehrere dicke Stämme, die auf Weiterverarbeitung mit einer Säge warteten. Doch gerade die Säge war jetzt nicht gerade Biziils Lieblingsarbeitsgerät. Er nahm sich einen Stamm, Wapitis Beil und die sowieso vorhandene Zeit und begann mit seinem Werk.

Junge mit zerhacktem Holzstamm - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Hier ist ein weiteres Teil für den Herd des nächsten Abends gerade fertig geworden. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Nach einiger Zeit hatte er schließlich mit dem Beil das erste Stück Holz abgeschlagen. Er hatte allerdings noch lange nicht genug und begann im Anschluss gleich mit dem nächsten Stück. Immer wieder und gezielt Schlug er das Beil auf den Stamm. Mehr und mehr Holzstücke trennten sich vom Stamm. Und am Ende hatte er auch das zweite Stück Holz vom Stamm abgetrennt. Auch bedingt durch das Bearbeiten mit der Axt sagen die Enden der Holzstücke schon ein wenig wie die Fraßspuren eines Bibers aus.

So nahm schließlich der Name seinen Anfang. Auch weil er weiterhin sehr viel Freude daran hatte die dicksten Holzstämme mit dem Beil zu bearbeiten, wurde von ihm mehr und mehr mit Hilfe seines neuen Spitznamen "Biber" gesprochen. "Wo ist der Biber?" wurde auf dem Platz schließlich öfter man gefragt oder gerufen. Gegen Ende der Freizeit suchten einige Indianer auf der Suche nach Wapitis Beil dieses lieber erst einmal bei Bidziil, bevor sie sich auf die Suche nach Wapiti machten. Der hatte nämlich irgendwann das gleiche Problem für sich festgestellt. Das Beil befand sich mehr Zeit beim Biber wie bei Wapiti selbst.

Das sich der Name Biber von Bidziil schließlich auch im nächsten Jahr in Benutzung finden würde, sollte wahrscheinlich keinen überraschen. Nach der Namenssuche der großen Indianerkinder war es allerdings auch keine Überraschung, das Er ist stark mit seinem neuen Indianernamen es schließlich richtig offiziell machen würde. Er war der Biber ... Starker Biber.

Über die gehackten Stämme freute sich Jormas am nächsten Tag sehr. Er hatte Kochdienst und kocht sein Abendessen traditionell auf dem Lagerfeuer. Und so hatte er seine Topfstämme gleich frei Haus bekommen.

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Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

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