Und plötzlich waren es drei

Kaneonuskatev hat Brüder bekommen

Seit vielen Jahren begleitet uns nun schon unsere Indianerpuppe Kaneonuskatev. Da man ihm inzwischen die etwas robustere Handhabung in der freien Natur schon ansieht und es darüberhinaus selbst bei den 8 bis 12jährigen Kindern ständig Diskussionen über das haben können gibt, wollte Tatze im Vorfeld der Freizeit sich einfach noch eine weitere Handpuppe kaufen.

Indianerhandpuppen mit Tassen - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Jormas bestand beim Warten auf die Anreise in der DB Lounge darauf, dass Kaneonuskatev und seine Brüder das Traditionsbild mit Getränken brauchten. So fit waren sie nämlich auch noch nicht - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Und wieder einmal war in Köln die Messe Didacta. Beim vorletzten Mal hatte sich Tatze dort Kaneonuskatev gekauft. Beim letzten Mal besuchte Kaneonuskatev dort seine vielen Freunde und fuhr einen Tag wieder mit. "Geburtstag feiern". Da es beim letzten Mal schon so gut geklappt hatte und die Puppen auf der Messe auch etwas günstiger zu haben sind, schaute Tatze gleich beim ersten Messerundgang ob Kaneonuskatevs österreichicher Verkäufer auch in diesem Jahr in Köln seinen Messestand hatte.

Er hatte ihn und so stand auch fest - Kaneonuskatevs Bruder wird am gleichen Stand gekauft. Leider hatte der Verkäufer keinen Indianer dabei, das stellte Tatze auch recht schnell fest. Er kam übrigens öfter beim Stand vorbei, da er sowohl für den Kindergarten einige Dinge auf der Didacta organisieren musste als auch beim NABU-Stand regelmäßig anzutreffen war.

Endlich hatte Tatze richtig Zeit. Froh gelaunt ging er zum Stand und wollte eine Indianerpuppe haben. Wäre prinzipiell eigentlich auch möglich war die Antwort, aber die Indianer sind auf den aktuellen Bestellscheinen schon gar nicht mehr drauf. Die sind scheinbar nicht mehr im Angebot.
Also erst einmal kein Indianer mehr, oder doch? - Auf der Homepage des Anbieters (Living Puppets) war er noch vorhanden. Also schien es doch noch die Möglichkeit zu geben.

Am nächsten Tag nochmal zum Stand gegangen und unter Vorbehalt bestellt. "Wenn du noch einen bekommen kannst, nehm ich ihn gerne. Lieferung dann in den Kindergarten." Da Tatze jetzt aber nicht wusste, ob er aus Österreich noch einen neuen Indianer bekommen kann, er aber dringend auf jeden Fall - da sonst nicht mehr vorhanden - eine neue Indianerpuppe haben wollte schaute Tatze einfach noch einmal im Internet.

Auf der Fahrt von Köln zurück nach Hause war die Sache klar und über das WLAN im ICE kurzerhand noch eine Indianerpuppe übers Internet bestellt. Lieferzeit wenige Tage. - "Notfalls bekomme ich halt zwei".

Einige Tage später kam im Kindergarten die Puppe auch an, wurde von Medizinmann Tatze kurzerhand Wahanassatta getauft und zog in Tatzes Kindergartengruppe ein.
Knapp zwei Wochen nach der Didacta kam der Paketbote wieder mit einem Paket für Tatze. Absender: Österreich. Inhalt: Eine weitere Indianerhandpuppe - sehr zur Verwunderung von Tatzes Kollegen. "Hattest du nicht schon eine neue?"

Hatte er, wollte er aber auch. Und so galt es jetzt noch einen Namen für die eigetlich im Vorfeld nicht geplante Handpuppe zu finden. Doch Medizinmann Tatze brauchte jetzt Hilfe. Er fand keinen. Zusammen mit den Kindern aus seiner Kindergartengruppe überlegte er jetzt mit den deutschen Übersetzungen in der großen Namensliste wie der Neuzugang jetzt noch heißen könnte. Am Ende war die Abstimmung sehr eindeutig. Willkommen Sewati!

Indianerhandpuppen im Zug - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Kaneonuskatev hat dieses Jahr zwei Brüder bekommen. Im Zug nach Stuttgart wurde es so etwas enger. Und da Kaneonuskatev inzwischen 6 Jahre alt ist, brauchte er natürlich auch eine Fahrkarte. Wie gut, dass eine greifbar war. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Und so kam es, das in diesem Jahr zum Start der Freizeit Jormas und Tatze mit drei Indianerpuppen in den Zug einstiegen. Dank Bauarbeiten bei der Bahn konnten die beiden in diesem Jahr ohne größere Probleme auch mal von zu Hause aus direkt nach Stuttgart zum Bahnhof fahren. Wir hatten ausreichend Zeit.

Für Kaneonuskatev war die Fahrt allerdings auch besonders aufregend. Immerhin war er dieses Jahr jetzt schon sechs Jahre alt geworden. Und mit sechs braucht man bei der Bahn ja dringend eine Fahrkarte. Glücklicherweise darf Tatze auf seiner Fahrkarte eigene Kinder mitnehmen und so durfte im EC 113 auch ein Bild vom stolzen Kaneonuskatev mit seiner Fahrkarte nicht fehlen.

Was sich aber nach der Abfahrt in Stuttgart in Richtung Schiltach auch in diesem Jahr nicht ändern sollte - mit acht bis zwölf Jahren kann man sich immer noch sehr gut um jetzt dann doch schon drei Handpuppen streiten.
Vielleicht hätte Tatze doch noch spontan in eine Großfamilie investieren sollen. Mit 35 Handpuppen wäre der Streit sicherlich dann doch nicht ausgebrochen.

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