Wenn der Redestab wieder etwas länger braucht

Teamermeditation mit Redestab

Am Abend nach dem Teisenkopf sollte alles etwas länger dauern. Zwar nicht das Ankommen am Lagerfeuer und das in den Kreis setzen. Doch es sollte eine lange Zeit dauern bis es endlich wirklich leise war.

Redestab auf Wiese - Foto: NAJU BW / S. Daum

Ein fertiger Redestab wartet auf der Wiese auf seinen Einsatz - Foto: NAJU BW / S. Daum

Alle anwesenden Kinder und Teamer saßen im Kreis. Eigentlich könnte es auch mit der abendlichen Runde am Lagerfeuer los gehen und Tatze griff nach dem Redestab. Er hielt ihn als Zeichen des Startes auch in die Höhe und wartete, das es leise wurde. Tatze wartete ... und wartete ... und wartete ... und wartete ... und war irgendwie mit wenigen Kindern die einzigen, die leise geworden waren.

Es sah von außen sicherlich wie eine kleine Meditation aus, wie Tatze da so im Kreis saß. Den Redestab in der einen Hand leise im Kreis sitzend und darauf wartend, das die Kindergruppe um ihn herum es irgendwann dann auch mal schaffte den Redestab auch zu sehen und leise zu werden. Die Lagerzeitung sollte am Ende von einer "halben Ewigkeit" sprechen bis wirklich alle mal ruhig waren, das der Kreis eigentlich hätte richtig beginnen können. Eigentlich - denn kurz nach dem Beginn der Redestabrunde begann es zu regnen.

Also dann den endlich leise gewordenen Kreis wieder aufgelöst. Ein Umzug ins Versammlungszelt stand an. Jeder sollte noch mithelfen das Lagerfeuerholz mit ins Versammlungszelt zu tragen. Das sollte jetzt auch wieder etwas länger brauchen. Am Ende gab es dann den nächsten Versuch mit Redestab - jetzt in der Runde im Versammlungszelt.

Doch irgendwie begann es jetzt wieder wie schon an der Außenfeuerstelle. Tatze meditierte mit dem Redestab und viele schafften es nach dem Tag mit der Wanderung nicht leiser zu werden. Diesmal wollte Tatze nicht wieder eine Ewigkeit auf die letzten Murmler und Quatscher warten. Und so gab es nach kurzer Zeit eine etwas ungewöhnlichere und gar nicht zu unseren Abenden passende Ansage vom Ehrenplatz des Versammlungszeltes. An diesem Abend sollte jetzt nicht mehr auf die letzten Quatscher gewartet werden. Tatze brach den Abendkreis ab und schickte die Kinder mit dem Abendlied direkt zum Zähneputzen und in ihre Zelte. Gleichzeitig lud er aber auch alle schon leise gewordenen Kinder in einen weiteren Kreis zu einer gleich im Anschluss noch folgenden Geschichte ein.

Es folgte eine kleine Völkerwanderung im Versammlungszelt bei der sich das Zelt leerte. Eine größere Gruppe blieb aber auch für den Kreis sitzen. Am Ende griff sich jetzt Tatze wieder mal den Redestab. Wir konnten jetzt den Kreis kleiner um das Feuer ziehen, da nur noch grob die Hälfte des Stammes im Versammlungszelt anwesend war.

Mit der Fortsetzung und der Beendigung der unterbrochenen Redestabrunde ging es schließlich weiter. Anschließend folgte die versprochene Geschichte. Jetzt gingen auch die anderen Kinder noch zum Zähneputzen und besuchten die schon in den Zelten angekommenen Kinder.

Am nächsten Tag klappte es mit dem Beginn des Abendprogrammes und der Redestabrunde wieder etwas schneller.

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