Die NAJU hatte eine Lieferungsidee

Ein Bund ist nicht ein Bund

Die Geschäftsstelle der NAJU hatte für unsere Lebensmittellieferungen in diesem Jahr eine neue Idee gehabt. Unser Brot bekommen wir schon seit unserem ersten Jahr von der Bäckerei aus Schiltach zusammen mit der eigentlich sowieso erfolgenden Lieferung in ein Hotel in Sankt Roman geliefert. Dort holt es dann jeden Morgen vor dem Frühstück der Brotteamer mit dem Auto ab. - Warum nicht mehr dort abholen?

Aber abseits vom Brot sieht es seit dem Umzug vom Bruderhof nicht nur etwas durcheinander aus. Hatten wir früher einen Biohof für Obst, Gemüse, Butter, Käse und alles was wir sonst noch brauchten und einen Milchhof in der Nähe wo wir abends immer unsere Milch besorgen konnten, gab es 2015 und 2016 ein großes Organisieren.

Die Erstlieferung kam vom Bauernhof, zu dem auch die Bauernhoffreizeit der NAJU fährt. Der dortige Lieferdienst geht aber zeitlich nach unserer Lieferung direkt in seinen Sommerurlaub, so das die zweite Lieferung dann vom anderen regionalen Bio-Lieferanten erfolgt. Von dem können wir aber die erste Lieferung nicht bekommen, da hier zu diesem Zeitpunkt noch Sommerurlaub herrscht. Milch können wir von keinem Lieferanten bekommen, so dass wir um die umliegenden Supermärkte überhaupt nicht auskommen können und regelmäßig einer der Küchen- oder Fahrteamer damit beschäftigt ist mit dem Transportbus den Berg hinunter und die diversen Läden der Umgebung abzuklappern.

Gab es früher noch eine dritte Lieferung, mussten wir uns auf dem neuen Platz mit 2 Lieferungen anfreunden. Die waren dann halt größer und benötigten noch eine größere Koordinierung als vorher schon. Denn von dem einen Produkt braucht man unerwarteterweise mehr, das andere dann weniger. Vom wem kam jetzt gleich nochmal das eine - wer liefert das andere? Mussten wir das jetzt doch irgendwie fehlende selbst kaufen und wer hat das vergessen?

Um es für uns auf der Freizeit leichter zu machen, kam die Geschäftsstelle in diesem Jahr schließlich auf die Idee bei unserem Brothotel doch einmal nachzufragen, ob die nicht für uns die frischen Lebensmittel und alles was wir sonst noch grob brauchten mitbestellen könnten. Das dort abzuholen würde auf der Freizeit einiges an Fahrkilometern und Zeitaufwand sparen.

Die Küche des Hotels konnte es sich vorstellen. Daher gab es einiges an Absprachen zwischen dem dortigen Küchenchef und der NAJU. So gab es schließlich die erfreute Mitteilung aus der Geschäftsstelle und frohen Mutes fuhren wir schließlich auf den Äckerhof.

Auf den ersten Blick sah es auch gut aus, doch als Küchenchefin Calfuray schließlich beim Hotel die erste Lieferung abholte war klar, irgendwo musste eine Information falsch gelaufen oder falsch verstanden worden sein. Das was uns die NAJU versprochen hatte bzw. für eine NAJU-Freizeit völlig selbstverständlich ist, war mit den Lieferanten des Hotels nur teilweise bis gar nicht möglich. Und so gab es auf der einen Seite eine Entscheidung vor Ort, die weiteren Lieferungen über das Hotel - soweit möglich und sinnvoll -  abzubestellen und selbst einzukaufen sowie auf der anderen Seite die große Jonglage bei Tatze. Der war auch 2017 der Kassenwart von uns OxMoxern und musste versuchen die jetzt spontan aufgetretenen Zusatz- und Ersatzeinkäufe bei den verschiedensten Märkten in der Umgebung (einiger unserer benötigten Mengen bekommt man nicht immer gleich in einem Markt) zu bekommen und so organisieren.

Das Ende der eigentlich sehr gut klingenden Idee der Geschäftsstelle: Wir waren mehr als nur pleite. Einzig das zusammenlegen von Freizeit- und Lagerpostamtkasse ermöglichte noch in irgendeiner Form ein reagieren auf Unvorhergesehenes. So war am Ende die Abrechnung in Stuttgart ein etwas größerer Posten.

Für 2018 hatten wir Teamer dann für die großen Lieferantenproblemen beim Nachtreffen schließlich selbst eine für uns bessere Idee. Wenn wir so oder so beim örtlichen EDEKA um das Einkaufen nicht herumkommen, warum nicht gleich dort die benötigten Mengen bestellen und dann dort zentral abholen. Mit dieser Idee gingen wir am Ende schließlich in die Winterpause.

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