Selbst K.O. mit Holz

Wenn man sich versehentlich selbst trifft

Für die Schwitzhütte brauchen wir Holz - viel Holz. Aber auch nicht nur in der Menge sondern auch in der Dicke. Da dieses jedoch mit den Kindern unmöglich im Wald zusammen gesucht werden kann, wird dieses immer beim Bauern geordert. Seit unserem Umzug im Jahr 2015 jetzt also am Äckerhof. Und da wir mit dem am Platz auf Bestellung nutzbaren Nadelholz aufgrund der geringen Steintemperatur nicht viel anfangen können, wurde unser Schwitzhüttenholz auch in diesem Jahr mit dem Traktor am Wegesrand angeliefert.

Holztransport - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Mit einer großen Holzschlange wurde das angelieferte Holz zur Schwitzhütte getragen - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Für den Stamm galt es jetzt als Aufgabe da Holz zur Schwitzhüttenfeuerstelle zu transportieren und dort zu stapeln. Da aber auch das ein oder andere wichtige Element für die Schwitzhütte vom Hauptlager zur Schwitzhütte transportiert werden musste, bildeten wir als erstes eine große Schlange vom Lagerplatz zur Schwitzhütte. Jetzt wurden erst einmal die Decken und die Schwitzhüttensteine in einer großen Kette zur Schwitzhütte weitergegeben. Als am Ende alles bei der Schwitzhütte angekommen war, verlagerte sich die Schlange mit einem Ende zum großen gelieferten Holzstapel.

Von dort aus wurden jetzt die großen Holzstücke sich gegenseitig bis zur Schwitzhütte weitergegeben. Das klappte auch ganz gut - zumindest am Anfang bis Koshisigre anfing ein wenig herumzualbern. Keiner, nicht mal er selbst, wusste am Ende wie genau er es geschafft hatte, aber bereits nach kurzer Zeit war es mit der Albernheit auch schon wieder vorbei. Er hatte sich mit einem Holzscheit sich selbst am Kopf getroffen und außer Gefecht gesetzt.

So saß er erst einmal neben der Schlange und am Ende fuhr er zusammen mit Calfuray ins Krankenhaus nach Wolfach. Dort angekommen und mit der Situation konfrontiert entschieden sich die Ärzte lieber auf Nummer sicher zu gehen und Koshisigre ins Klinikum nach Offenburg zu verlegen. - Mit eventuellen Gehirnerschütterungen ist nicht zu spaßen.

Während Koshisigre jetzt im Krankenwagen (ohne Blaulicht) nach Offenburg fuhr, blieb Calfuray nichts andere übrig als mit dem Auto sich als Konvoi ebenfalls anzuschließen. Im Offenburg fand sich schließlich ein Arzt der sich der Sache annahm.

Am Ende der ganzen Untersuchungen stellten die Medizinmänner des Weißen Mannes schließlich keine Gehirnerschütterung fest. Wir sollten Koshisigre nur zur Sicherheit weiter beobachten. So kehrten Calfuray und er am Ende nach langer Zeit wieder auf den Lagerplatz zurück. In der Zwichenzeit hatte sich auch das kleine Telefonnummernproblem bei der Kontaktierung von Koshisigres Eltern geklärt und sie waren über das neue Abenteuer ihres Sohnes in Kenntnis gesetzt.

Am Ende der Freizeit bei der Rückkehr nach Karlsruhe gab es noch ein wenig Scherzereien über die Aktion und ein großes Dankeschön von Tatze für die Rauchzeichen über das Bahnchaos von Rastatt.

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