Ab jetzt wird es elektrisch

In der Küche wird der Strom neu jetzt auch genutzt

Seit unserem Umzug zum Äckerhof besitzen wir in unserer Küche einen direkte Stromanschluss. Doch mit Ausnahme vom Aufladen diverser Kameras und mobilen Rauchwolken nutzten wir den Strom kaum. Die einzigen technischen Geräte, die wir in den letzten Jahren in der Küche wirklich regelmäßig nutzten waren der Wasserkocher für den Tee und die große Kaffeemaschine.

Jormas und die Brotschneidemaschine - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Während der Frühstücksdienst ganz normal mit dem Messer an die Brote ging, hatte Jormas für die AG Mittagessen eine andere Idee. Brotschneidemaschine ausgepackt und ran an die Brote - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Bereits im letzten Jahr hatte es Malila bei der Zubereitung des Akesas mit ihrer großen Beschwerde eigentlich auch schon angekündigt. In diesem Jahr sollten wir die technischen Möglichkeiten noch etwas mehr ausschöpfen und unseren bereits vor fünf Jahren gewonnenen Stromanschluss weiter nutzen als bisher. Malila hatte nämlich für das Akesa den elektrischen Handrührer bestellt. Ein weiteres Jahr die Sahne mit dem Schneebesen schlagen kam für sie nämlich überhaupt nicht mehr in Frage. Dafür war es von der Menge her zu viel Sahne und zu viel Kraft- und Zeitaufwand.

Da sich auch von den anderen Teamern keiner gegen den Eintrag des Handrührgerätes auf die Materialliste wehrte, geschah es schließlich so auch. Bei der Herstellung des Akesas für den Nachtisches gab es in diesem Jahr somit keine Probleme mit zu flüssiger oder noch nicht ganz fest geschlagener Sahne. Einige der Wiederholerkinder stellten dies auch beim Essen des Nachtisches mit großer Freude fest.

Allerdings war nicht nur Malila in diesem Jahr ein Freund der Technik. Auch Jormas nutzte am letzten Morgen die technischen Möglichkeiten einmal ganz besonders aus. Wir hatten für diesen Tag versucht vom Bäcker die Hälfte des Brotes geschnitten (für die Reiseverpflegung) und die andere Hälfte ungeschnitten (für den Frühstücksdienst) zu bekommen. Geliefert wurde jedoch alles ungeschnitten. Und da die AG Mittagessen der Teamer bereits mit Tatztes Käsestation teilweise angefangen hatte zu arbeiten und das sowieso nicht vorhandene Brotmesser eh nicht zur Verfügung stand, griff sich Jormas die Brotschneidemaschine aus der Küche.

Einmal kurz den Lappen geschwungen und das Gerät geputzt, war es schließlich soweit. Das erste Brot ging über die Maschine. Jetzt konnte auch der andere Teil der AG Mittagessen die Arbeit aufnehmen. Jormas’ Brote und Tatzes Käse trafen sich schließlich bei der Station Butter. Dazu noch die Station Aufstrich und Rohkost und fertig war am Ende die Marschverpflegung bei der sich am Ende des Frühstücks schließlich jeder nach Hause fahrende Indianer noch seine persönliche Tagesverpflegung noch zusammenstellen.

Im Gegensatz zum elektrischen Handrührer wird allerdings die elektrische Brotschneidemaschine wahrscheinlich in weiteren Jahren definitiv nicht immer bei entsprechendem Bedarf zum Einsatz kommen. Wir schneiden normalerweise ja mit den Kochdiensten mit Absicht mit dem Brotmesser und der Hand.

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