Wenn die Kamera plötzlich nicht mehr will

Technik oh Technik

Der Beginn des Pow Wows ist für Tatzes Kamera immer sehr Anstrengend. Braucht sie doch für diverse Mitschnitte immer viel Strom. Erste Amtshandlung von Tatze ist daher auch vor der Eröffnung des Pow Wows sich noch einmal die Batterieanzeige der Kamera anzuschauen und bei Bedarf gleich den Akku zu wechseln und mit einem neuen in den Abend zu starten. Das tat er auch in diese Jahr und doch konnte er am Ende den Worst Case nicht verhindern. Er rechnete nämlich nicht mit der doch sehr überraschenden Länge des von den Kindern mit Mais-Mutter entwickelten Theater-Stücks rund um die Geschichte von Chanie Wenjack.

Theaterstück in der Schule - Foto: NAJU BW / L. Bogert

Der Versuch das auf dem Pow Wow aufgeführte Theaterstück mit der Kamera vollständig aufzuzeichnen scheiterte nach rund 15 Minuten aus technischen Gründen - Foto NAJU BW / L. Bogert

Und so startete Tatze mit einem gut gefüllten Akku in den Abend um nach einiger Zeit neben dem Zuschauen beim Theater auch zu hoffen, dass die Geschichte demnächst enden würde. Doch diesen Gefallen tat die Theater-Gruppe ihm dann doch nicht. Sie spielten und spielten und der Akku wurde weniger und weniger. Im Filmmodus kann Tatzes Kamera im Vergleich zum Fotomodus nämlich durchaus sehr stromhungrig werden.
Es kam wie es kommen musste. Die Theatergruppe hatte gerade den "Sad End"-Abschnitt gespielt, als die Kamera meldete: "Akku leer!" Und so gab es das richtige Ende der Geschichte aus dem Indianerinternat dann nur auf der Freizeit selbst zu sehen.

Kurz darauf hatte die Kamera den zweiten Akku des Abends und der leere Akku einen Küchenbesuch mehr. Laden war angesagt. Für den Indianerstamm folgten jetzt die einzelnen Indianertänze. Und dank neuem Akku - und der nicht mehr so extremen Länge im Vergleich zum Theater - gab es jetzt bei der Aufzeichnung der wieder sehr gelungenen Tänze keine weiteren Probleme. Alles auf Band und alles im Kasten. Aber wie war das jetzt mit dem Abbruch der Aufzeichnung beim Theater?

Durch die Länge gab es direkt auf der Kamera eher weniger die Chance sich den Abbruch des Filmes mal genauer anzuschauen. Das tat Tatze dann aber bei erster Gelegeneheit nach der Freizeit, als er seine eigene Kamera auf den Rechner überspielte. Und er durfte feststellen: "Glück im Unglück". Selbst ohne Schneideprogramm war der aufgenommene Film am Ende so, dass man ihn ohne Probleme sich anschauen konnte.

Daher endet unser Mitschnitt des Theaterstückes jetzt auch mit einem auf den ersten Blick doch sehr makaberen Satz "Wir müssen die Leiche tragen." Immerhin hat die Kamera auf diesen Satz und somit zumindest ein halbwegs brauchbares Ende noch abgewartet bevor sie aus Strommangel den Betrieb einstellte.

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