Umsteigepanne in Haslach

Wenn der Teamer falsch denkt ...

Wenn der Vielfahrer unter den Indianerteamern einmal mit seien Gedanken beim Einsteigen nicht so ganz auf der Höhe des Zuges ist, kann es schnell passieren. Und so hatten wir nach dem Umsteigen und Einsteigen in den nächsten Zug in Haslach teilweise noch eine Gepäckwanderung vor uns.

Gepäcksammlung in der Schwarzwaldbahn - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Mit leichten Schwierigkeiten beim Einsteigen hatten wir die Schwarzwaldbahn schließlich auch wieder geentert ... - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Wenn es bei unserer Freizeit um Züge und Zugfahrten geht, gibt es - auch im privaten Bereich - eigentlich nur einen Ansprechpartner. Tatze fährt von allen Teamern nämlich nicht nur am meisten Zug sondern kennt sich auch am Besten damit aus. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er bereits seit seinem ersten Jahr auf der Freizeit immer nur mit den Kindern Zug fährt und nie beim Auf- oder Abbau mithilft.

Bei der Zusammenstellung der Zugteams ist unser Vielfahrer dann auch gleich mal gesetzt und bekommt nur noch den ein oder anderen Mitfahrer dazu. Und dann wird geschaut, wie sich das auf den Zug und die jeweiligen Endpunkte verteilt. So kam es zum Beispiel dazu, dass Tatze 2018 nach längerer Pause, da er in den letzten Jahren unseren Zweitbahnhof Karlsruhe auch auf der Rückfahrt betreute, wieder einmal nach Stuttgart fahren sollte.

Doch noch waren wir nicht in Karlsruhe sondern noch in Schiltach. Die Rückfahrt stand an. Der vor der Freizeit kurzfristig ausgefallende Lise fehlte nicht nur auf der Freizeit sondern auch auf der Rückfahrt, somit versuchte Tatze einmal mit Google Maps eine Planänderung sich anzuschauen. In Hausach ist ein Umstieg mit drei Teamern nicht ganz so zu empfehlen. Die Bahn schlägt dies zwar eifrig in der Verbindung vor, aber von Schiltach kommend auf die Schwarzwaldbahn umsteigen heißt dies: Bahnsteigwechsel mit Treppen und Unterführung.

In einer LTE-Insel Google-Maps befragt, stand dann fest. Warum fahren wir nicht einfach eine Station weiter. In Haslach sieht der Bahnsteig gut aus und sowohl unser SWEG-Zug als auch die Schwarzwaldbahn fahren dort vom gleichen Bahnsteig. Also einfach nur: Gepäck raus - Gepäck rein. Das war jetzt der Plan.

Gut die Schwarzwaldbahn ist gerade am Wochenende jetzt nicht gerade leer. Das wussten wir auch. Doch das sollte am Ende nicht unser größtes Problem sein. Tatze hatte nämlich nach der Einfahrt des Anschlusszuges und der Betrachtung der Verteilung der Mehrzweckabteile einen großen Gehirnaussetzer.

Wir standen mit unserem Gepäck, bereits für Karlsruhe schon günstig gesetzt, am Bahnsteigende und warteten dort auf den Schluss des Zuges. Der kam auch. Doch im Gegensatz zu den anderen Wagen die an beiden Enden eines hatten, hatte der der letzte Wagen im Zug nur ein Mehrzweckabteil - und das war schon mit einigen Radfahrern gut gefüllt.

Statt jetzt aber daran zu denken, dass wir bei der hinteren Treppe mit unserem Gepäck auch uns noch gut verteilen könnten, gab es erstmal die Marschrichtung: Wir müssen mit unserem Gepäck irgendwie zu den Fahrrädern dazu. Der Plan wurde dann schon während des Einsteigens im Zusammenspiel mit dem Fahrgastzähler und dann auch mit dem Schaffner selbst wiederrufen - der Fehler fiel dann doch noch auf - aber etwas Verspätung haben wir uns damit dann selbst eingebrockt.

Zu Beginn der Fahrt hieß es dann somit erst einmal Umräumen. Die eine Hälfte des Gepäcks stand noch im Mehrzweckbereich und musste dort raus. Die andere Hälfte war schon im Treppenbereich und musste noch richtig verstaut werden. Also einmal quer durch den Wagen zum anderen Ende. Aber schließlich war auch das noch geschafft. Und einen Sitzplatz gab es auch noch für alle. So ging es trotz der kleinen Panne gemütlich weiter in Richtung Karlsruhe

Abenteuergeschichten im deutschen Bahnverkehr