Wir fahren InterCity - nächster Versuch

Die Bahn ist nicht so ganz gut drauf

Zugfahrten in der Geschichte unserer Freizeit waren schon immer spannend. Und selbst die größten Probleme der Bahngeschichten im letzten Jahr hielten uns nicht davon ab, es auch in diesem Jahr wieder mit der IC-Verbindung über Karlsruhe zu probieren. Allerdings kann man wahrscheinlich direkt am Anfang schon sagen - es dürfte wahrscheinlich zumindest auf der Karlsruhe-Route das letzte Mal gewesen sein.

Nach Reservierungspanne und Tunneleinsturz von Rastatt versuchten wir es in diesem Jahr erneut mit der Umwegverbindung Stuttgart - Karlsruhe - Offenburg - Hausach - Schiltach. Von Karlsruhe aus verlief die Hinfahrt auch in diesem Jahr wieder gut entspannt. Ausreichend Zeit und jede Menge Platz im Zug der Schwarzwaldbahn. Doch der IC war jetzt nicht gerade das Gefährt zum Nervenschonen der entsprechenden Zugteamer.

Alles fing damit an, dass an den Tagen vor der Freizeit der Anschluss von unserem IC auf die Schwarzwaldbahn wegen Zugausfällen und Zuverspätungen unmittelbar vor der Freizeit in Serie platzte und nicht funktionierte. Somit entwickelten wir sicherheitshalber schon einmal Plan C und hofften uns nicht mit dem Fahrkartenproblem herumschlagen zu müssen.

Aber auch am Reisetag selbst blieb uns das “Bahnglück” treu. Auch 2018 schaffte es die Bahn nicht unsere, mit dem Gruppentickets erfolgten, Sitzplatzreservierungen im Zug anzuzeigen. Somit gab es auch in diesem Jahr wieder die Situation, dass bereits andere Reisende im Zug aus Nürnberg auf den Sitzplätzen unserer kleinen Indianer saßen. - Auch auf der Rückfahrt gab es dieses Problem. Hier waren durch geänderten Fahrzeugeinsatz unsere Plätze im Zug trotz vorhandenem Wagen noch nicht einmal vorhanden.

Pünktlich war der Zug auf der Hinfahrt dann selbstverständlich auch nicht. Die Umsteigezeit in Karlsruhe schmolz dahin. Aber immerhin: der Zug fuhr, hatte keine große Verspätung und der Anschluss sollte auf jeden Fall klappen. Nur viel Zeit sollten sich die Stuttgarter Kinder und Teamer nicht lassen. Dank Karlsruher Verstärkung gab es allerdings dann in der Schwarzwaldbahn schon ausreichend Platz für Gepäck und Kinder. Wir hatten dort erfolgreich Platz blockiert.

Im Gegensatz zum "Loch von Rastatt" im Vorjahr, konnten wir in diesem Jahr auch zusammen über Karlsruhe zurückfahren. Doch wurde die Fahrt deswegen besser? In Karlsruhe umgestiegen meldete die Anzeige erst einmal “geänderte Wagenreihung”. Das hieß für uns: Wagen suchen gehen, da die Wagennummern in dem an unserem Bahnsteig stehenden Zug überhaupt nicht zusammenpassen wollten.

Am Ende dann doch: Wagen gefunden, Gepäck verstaut und auf den Weg zu den Sitzplätzen. Doch was ist das? Irgendwie passt das auch diesmal absolut nicht zusammen. Unsere Plätze gibt es in dem Wagen überhaupt nicht. Und von der Temperatur im Zug wollen wir erst gar nicht reden. Der Zugchef übrigens auch nicht. Der kam uns beim Einladen schon entgegen und versuchte am Schaltschrank des Steuerwagens bereits die Klimaanlage neu zu starten. Kleine Vorbemerkung: Irgendwann klappte das dann auch - doch bis dorthin verging noch einiges an Zeit.

So kamen die Stuttgarter Zugfahrer erst einmal ganz unfreiwillig zu einer Schwitzhütte. Doch nicht mit Steinen unter Decken sondern ganz "zivilisiert" im InterCity zwischen Karlsruhe und Vahingen an der Enz. Ab dort war dann die Klimaanlage wieder zu gebrauchen und die Zugfahrt wurde entspannter.

Fassen wir also einfach mal zusammen:

  • 2017 hatten wir einmal keine Reservierungsanzeigen und einmal keinen Zug
  • 2018 hatten wir einmal keine Reservierungsanzeigen und einmal die reservierten Plätze überhaupt nicht im Zug

Liebe Deutsche Bahn, das geht definitiv auch anders. Und das wissen wir auch. Deswegen werden wir den IC 2019 wahrscheinlich auch wieder IC sein lassen. Es gibt auch noch andere Zugverbindungen. Eine davon werden wir sicherlich auch für das nächste Jahr wieder finden. Und dann schauen wir wieder weiter.

Abenteuergeschichten im deutschen Bahnverkehr