Wo ist nur das Brot geblieben?

Wenn der Teamer nur die Hälfte mitbringt

An diesem Morgen lief eigentlich alles seinen gewohnten Gang. Es näherte sich das Frühstück und nacheinander trafen sowohl die Frühstückschefin Calfuray als auch der Frühstücksteamer - heute Tatze - samt Kinder aus der Dienstgruppe und die Brotteamerin Poloma an der Küche ein. Keiner der 8 OxMoxer ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass das Frühstück heute nicht ganz so nach Plan laufen würde.

Als sich die Aasgeier schließlich an der Küche eingefunden hatten, ging noch alles seinen gewohnten Gang. Spülwasser war auf dem Kocher am erhitzen. Das erste Teewasser und der Kaffee schon fertig. Da vom Vortag so gut wie kein Brot übrig war, war an Brotschneiden noch nicht zu denken. Der Frühstücksdienst begann daher erst einmal mit dem Müsli. Obst war schnell gerichtet und gewaschen. Die Kinder begannen mit dem Schneiden.

Poloma hatte sich in der Zwischenzeit auch den Busschlüssel abgeholt und war mitsamt Postkartenbriefkasten und einer Transportkiste unterwegs nach Sankt Roman, bei der Abholstelle unser Brot abholen. An diesem Tag sollte dort gleichzeitig für uns auch Käse zur Abholung bereit stehen. Das wusste Poloma bei der Abfahrt und sollte daher eigentlich kein Problem darstellen - eigentlich.

Mit dem Frühstück ging es gut voran. Das Müsli war fertig, der Brotaufstrich gerichtet und Calfuray mit den Getränken auch voll im Plan. Jetzt fehlte den Aasgeiern nur noch Poloma mit den Brot. Aber nachdem Buntfalkennest das einzige von gestern noch vorhandene Brot geschnitten hatte, gab es für die Kinder nur noch eine Tätigkeit - "Däumchen drehen". Es fehlte das Arbeitsmaterial.

Während der Vorbereitungen für das Müsli war Poloma nämlich wieder mit einem gefüllten Korb gekommen. Beim Ausräumen stellte sie allerdings fest, dass beide in Sankt Roman eingeladene Papiertüten unseren Käse beinhalteten. Von Brot war keine Spur. Nach kurzer Zeit war sie somit ein zweites Mal mit dem wieder leeren Korb und dem Bus nach Sankt Roman gefahren. Irgendwo dort bei der Abholstelle müsste ja noch das von den Aasgeiern und der Küche erwartete Brot stehen und zu finden sein.

Da großflächig nichts mehr zu tun war, gab es erst einmal Arbeitseinstellung bei den Aasgeiern. Das Frühstück war bis auf das Brot und den Getränken bzw. der Milch fertig. Aber da war Calfuray noch dran. Mit freiwilliger Hilfe ging es dann in die erzwungene Pause. Poloma war noch nicht da und brauchte auch noch eine kleine Zeit.

Während wir noch auf Poloma warteten, griff Tatze angesichts der Uhrzeit schon einmal nach der Flöte. Würden die Kinder heute mal ausnahmsweise das Brot von den anderen Teamern geschnitten bekommen. Es war Zeit für unseren Frühsport. Während wir noch auf die letzten Kindern aus den Zelten im Kreis warteten, kam Poloma wieder mit dem Bus auf den Platz gefahren - diesmal mit Brot. Mit unserem Frühsport brauchten wir am Ende so lange, dass an der Küche genug Zeit war das Brot zu schneiden. Als die ersten Kinder aus der Schlange sich anstellten, wartete dieses fertig geschnitten in den jeweiligen Schüsseln auf die hungrigen Indianer.

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