Der "Schüttel-Song"

Ein nicht wieder abzustellender Dauerbrenner

Nachbarn sind etwas Schönes. Auch – oder vielleicht gerade auch – bei Kinderfreizeiten. Einerseits bieten sie unheimlich viele Möglichkeiten, andererseits aber auch viel Spaß. - Oder auch einmal eine interessante, später sehr lustige nächtliche Ruhestörung mit bleibenden Folgen.

Es war in einer der letzten Nächte der Freizeit, als einige Teamer der Nachbarfreizeit auf der Wiese nebenan gegen Mitternacht aufbrachen um die Gegend zu erkunden. Bis diese am Ende bei uns ankamen, sollte es dann noch einige Zeit dauern.

Zu diesem Zeitpunkt lag unser Team bis auf wenige Ausnahmen schon vollständig in ihren Schlafsäcken.. Nur noch wenige saßen bei der Ankunft der Gäste am Lagerfeuer. Von der Freude des abgelaufenen Tages noch ganz beflügelt, entschloss man sich zusammen mit den Gästen eine besonders kreative Ader zu erforschen.

Und so geschah es, dass die Besatzung des Tipis "Teamer I" in dieser Nacht reichlich unindianisch vom "Schüttel-Song" heimgesucht wurde. Eigentlich ist der ja recht lustig, aber nicht mitten in der Nacht und vor allem wenn man eigentlich schlafen möchte oder schon eingeschlummert war. Am Ende einer der vielen Runden – jede Person wurde einzeln "geschüttelt" – fragte Jormas "Was ist denn das für ein Scheiß?". Eine Antwort auf diese Frage sollte er allerdings in dieser Nacht nicht mehr bekommen.

Der Einzige, der von dieser unfreiwilligen Unterbrechung der Nachtruhe nicht viel mitbekam, aber sehr viele Geschichten darüber über sich ergehen lassen musste, war der 'Tiefschläfer vom Dienst'. Zwar konnte Große Tatze am nächsten Morgen sich noch an einige Einzelheiten erinnern, aber einen kompletten Ablauf brachte er nicht mehr zusammen. Selbst zu irgendeiner Reaktion auf die direkte Ansprache durch den "Schüttel-Song" brachte er in seinem Schlaf nicht zu Wege.

Irgendwann war aber auch der letzte Teamer im Zelt "geschüttelt" und die wundervollen Nachbarn zogen weiter. Aber selbst während des Rückzuges unserer "Weißen Gäste" in ihre eigenen Zelte, wurden wir noch einmal mit den sich in den restlichen Tagen zum Ohrwurm entwickelnden Worten bedacht. Und so durften wir noch mindestens einmal der speziellen Indianer-Version des Schüttel-Songs lauschen.

Hey Indianer, ihr seit echt tolle Typen.

Singt mit uns das Schüttel-Lied!
Und rechts schüttel, schüttel, schüttel ,schüttel , schüttel.
Und links schüttel, schüttel, schüttel ,schüttel , schüttel.
Und oben schüttel, schüttel, schüttel ,schüttel , schüttel.
Und unten schüttel, schüttel, schüttel ,schüttel , schüttel.

Am Morgen danach sollte es sich im übrigen herausstellen, dass die sich ebenfalls schon im Bett befundene Besatzung von "Teamer II" nichts mitbekommen hatte. Das war jedoch auch kein Wunder. Ausschließlich Bewohner dieses Teamertipis waren beim Eintreffen der Gäste noch am Lagerfeuer gewesen.

Diese entstandene Unkenntnis war allerdings sehr schnell behoben, da sowohl die Kinder als auch Steigender Adler gefallen an diesem Lied gefunden hatten. Adler bekam an diesem Tag einen ihrer vielen Scherznamen. Irgendjemand brachte nach einem der unzähligen Durchläufe des Schüttel-Songs an diesem Tag den Namen "Schüttelnder Adler" ins Spiel. Sie hatte das Lied zu so einem Ohrwurm entwickelt, dass es während der ganzen restlichen Freizeit immer wieder mal von ihr eingebracht werden musste. Zwar konnte man es irgendwann nicht mehr hören, aber sowohl Kinder als auch Teamer hatten unheimlich viel Spaß in dieser Situation.

Am Ende sollte dieser Spaß am Schüttel-Song selbst auf der Heimfahrt nicht abreißen.

Für entsprechende Situationskomik führe bei den "Uraltteamern" die Einführung neuer Taschenlampen bei der NAJU einige Jahre später. Es handelte sich dabei um Schüttellampen, die vor Benutzung erst mit entsprechendem Schütteln aufgeladen werden müssen.

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Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

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