Tour de Wutachschlucht

Es war da mal ein Wandertag

Im Vergleich zu den kommenden Jahren, waren wir 2003 noch auf absoluter Experimentierfahrt. Mit fast vollständig neuem Team gingen wir auf Entdeckungsreise. Das einige Programmpunkte dabei zeitlich etwas zu lang gerieten und folglich in den nächsten Jahren gestrichen oder verändert wurden, war nur ein Aspekt. - Unser Wandertag durch die Wutachschlucht war nur einer davon.

Nach den Erzählungen von Tatonka und Flinker Salamander (schon im letzten Jahr am Platz dabei gewesen), hatten wir für die Freizeit 2003 einen Wandertag geplant. Zusammen mit den Kindern wollten wir von unserem Lagerplatz am Bruderhof - nahe Wutachmühle - durch die Wutachschlucht ungefähr auf halbe Wegstrecke in Richtung Schattenmühle wandern. Klappte am Ende nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis recht gut. Das Wetter lud regelrecht zum Wandern ein.

Auf der Wanderung selbst zog sich die Gruppe aufgrund der unterschiedlichen Laufstärken von Kindern und Erwachsenen irgendwann sehr stark auseinander. An der Spitze des Feldes kam irgendwer schließlich auf die Idee die Wanderung jetzt ein wenig an die gerade ebenfalls stattfindende Tour de France anzulehnen. So wurde schließlich öfter einmal mit den typisch französischen Begriffen für Spitze des Feldes, Verfolger oder einfach auch nur Gruppe um XY um sich geworfen.

Obwohl die Aussichten und Ansichten der Wutachschlucht für alle sehr interessant waren, kamen wir in der Summe und von der Wegstrecke her nur sehr schleppend voran. Schon zur mitten in der Wutachschlucht stattfindenden Mittagspause stand fest: Wir schaffen es auf jeden Fall nicht zum geplanten Ausstiegspunkt und von dort wieder zurück. Also musste umgeplant werden. Tatonka als Wanderführer vertiefte sich im Verlauf der Zeit mehr als einmal in die Wanderkarte.

Am Ende sollten wir weit vor unserem eigentlichen Ziel bereits aus der Schlucht wieder aussteigen. Da die Zeit für eine Rückwanderung auch groß werden sollte, versuchte Tatonka mit uns an eine Bushaltestelle des Wanderbusses zu kommen. Das klappte letztlich auch. Nur der Bus - der war gerade weggefahren. Und obwohl wir jetzt fast eine Stunde auf den nächsten Bus warten mussten, nahmen die Kinder die Wartezeit mit Humor und guter Laune. Sie mussten immerhin jetzt nicht mehr weiterlaufen und konnten am Ende gemütlich wieder zum Lager fahren und ihre Füße schonen.

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