Waldrandschlafen mit Regen

... es tropft da was vom Himmel

In der freien Natur zu schlafen ist ein richtiges Erlebnis. Leider ist dies nicht sehr häufig möglich. 2003 griffen wir daher ein wenig in die Trickkiste. Kurzerhand wurde am Waldrand statt in den Zelten geschlafen – zumindest wer wollte. Am Lagerplatz wurde versucht überwiegend am Lagerfeuer zu schlafen. Dies konnte aber im Gegensatz zum Waldrand nicht durchgehalten werden.

Bei den Teamern war die Zusammensetzung der Waldrandschläfer recht schnell entschieden. Tatonka auf jeden Fall, Tatze musste als Frühstücksmensch am nächsten Morgen spätestens dann mit, als seine ganze Gruppe in der Natur schlafen wollte. Flinker Salamander und Flinke Schildkröte gesellten sich aufgrund der Gruppengröße auch noch dazu.

Wer nicht am Waldrand aber auch nicht unbedingt im Zelt schlafen wollte, hatte die Möglichkeit zusammen mit Tanzender Wolke, Steigender Adler und Jormas am Lagerfeuer zu schlafen.

Die Waldrandschläfer gingen schließlich nach einer Schleich- und Beobachtungsrunde im Gelände rund um den Schlafplatz auch in ihre Schlafsäcke. An Schlaf war allerdings hier noch nicht zu denken, lud doch sowohl der Sternenhimmel zu einer längeren Beobachtung oder auch die Naturgeräusche rings herum zu einer stillen Lauschaktion ein. Es war schon nach Mitternacht als der erste der Beobachter und Lauscher sich zur Seite drehte und in den Schlaf driftete.

Leichte Schwierigkeiten stellte sich im Verlauf der Nacht jedoch die Schlafplatzwahl vereinzelter Indianer dar. Durch einen Schlafplatz in leicht bis mittlerer Hanglage rutschten vor allem Große Tatze und Schüchterne Sonne mehrmals von ihrer Isomatte herunter. War dies bei Schüchterner Sonne nicht so ganz das Problem, da sie in Hanglage oberhalb von Tatze schlief, hatte letzterer mehrfach das Vergnügen sich wieder aus der mittleren Botanik auf seine Isomatte zurückziehen zu müssen.

Den in dieser Nacht vom Himmel fallenden leichten Regenschauer nahm jedoch keiner der Waldrandschläfer als solchen wahr. Es schien ihnen nur ein Rauschen in den Zweigen der umher stehenden Bäume zu sein.

Anders stellte sich dieser Umstand ohne Zweifel bei den Lagerfeuerschläfern dar. Diese wurden in den frühen Morgenstunden von den Regentropfen geweckt und mussten zwangsweise wieder in ihre Zelte umziehen. So kam es dann auch, dass die Waldrandschläfer ganz erstaunt dreinschauten, als sie erfuhren warum bei ihrer Rückkehr dann doch keiner mehr am Lagerfeuer schlief.

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