Die Plane wollte einfach nicht passen

Duschbau mit Hindernissen

Man nehme alte Tipistangen, eine Säge, viele Nägel und auch noch einiges an Zeit. Das Ergebnis sollte sich jedoch sehen lassen und sorgte im weiteren Verlauf für viel Erfrischung während der heißen Tage. Doch bis es dazu kommen konnte, sollte es noch eine kleine größere Zeit dauern.

Der Bau der Dusche sollte an diesem Tag länger brauchen - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Tatonka und Jormas nahmen alte Tipistangen und sägten diese so zurecht, dass schon nach einiger Zeit in der Mittagspause das Gerüst der Dusche Gestalt annahm. Zusammen mit den großen Jungs holte sich Tatonka nun eine Plane, um mit dieser die Duschkabine zu bauen.

Zuerst in die eine Richtung probiert, später in die andere Richtung probiert stellte sich aber nach vielen Fehlversuchen am Ende heraus, das die aus dem Materialzelt geholte große Plane nicht groß genug war. Sie war für unser Gestell schlicht und ergreifend dann doch zu klein. Also wurde die Plane wieder gut zusammengelegt und im Materialzelt nach einer größeren geschaut. Diese wurde auch vermeintlich gefunden und das Spiel begann von vorne.

Erst nach ausgiebigen Messen und Ausprobieren begann Tatonka, noch immer mit der Unterstützung der großen Jungs, die Plane am Gerüst festzunageln. Eine kleine Änderung später sollte auch der Duschschlauch halten – leider ohne Duschkopf und ohne Befestigung in der Dusche.

Von den ersten Mutigen wurde die komplette Dusche feierlich wurde noch am gleichen Tag eingeweiht. Das erste kleinere Problem tauchte dort auch das erste kleinere Problem auf. Als der zweite beim Duschen vom nächsten Unwissenden gestört wurde war klar: ein Schild muss her. Mit Buntstiften ausgerüstet kamen mehrere Indianer und fragten am Küchenzelt nach Pappe oder Pappkarton für ein Duschbelegungsschild.

Die Anzeige der Duschbelegung mit dem Schild sollte trotz aller Vermutungen sehr gut funktionieren. Nach Einführung des Schildes kam es schließlich zu keinen Problemen mehr. – Die Empfehlung nur mit Badebekleidung zu duschen, sollte aber nie aufgehoben werden. (Eine Umkleidekabine gab es nie)

Ging man sparsam damit um, hatten wir auch fließend warmes Wasser - zumindest an den heißen Tagen. Die Schlauchleitung vom Bruderhof wurde dann auf kompletter länge erwärmt. Eine Regulierung war aber nicht drin und einmal kalt blieb auch kalt.

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