Entdeckungsreise entlang der Wutach

Wir haben eine Badestelle gefunden!

Unsere langjährige Badestelle an der Wutach fanden wir durch einen glücklichen Zufall. Eigentlich waren wir nämlich „nur“ auf einer Wanderung entlang der Wutach als wir sie entdeckten. Doch bis wir dort ankamen gab es auch noch das ein oder andere interessante OxMox-Erlebnis. Es wäre nicht unsere Freizeit gewesen, wenn das nicht so wäre. Und warum war Hirschblut auf einmal so nass?

Einige Kinder trugen ihre eigenen Rucksäcke durch die Wutach. Andere Kinder vergaßen sie. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

In der Mitte der Freizeit hatten wir für viele Jahre das vorerst letzte Mal einen großen Wandertag geplant. Im Gegensatz zu 2003 wollten wir mit den Kindern nicht die Wutachschlucht sondern durch den Wald flussabwärts zur Wutach und von dort dann wieder flussaufwärts unser Lager erwandern.

Jeder Indianer nahm in seinem Rucksack auch ein Handtuch mit. Badehosen, Bikinis oder Badeanzüge hatte jeder angesichts des Wetters sowieso schon sicherheitshalber gleich mal mit angezogen. Das Wasser der Wutach klang sehr verlockend.

Wandern - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Zum Start noch auf dem unser Lager durchquerenden Wanderweg unterwegs, liefen wir schon kurz darauf durch sprichwörtliche Pampa. Tatonka hatte auf der Wanderkarte mal wieder eine Höhenlinie als unseren Wanderweg ausgemacht und versuchte so einen anderen – richtigen – Wanderweg zu erreichen. Dieser entpuppte sich später als kleiner Pfad. Nach einiger Zeit machten wir dann einen Knick nach rechts und standen kurz darauf erneut vor wunderschöner Botanik. Von dort aus versuchten zunächst die Straße und dann die Wutach zu treffen.

An der Wutach angekommen, schlugen wir unser Basislager am Ufer auf und gingen die Umgebung erkunden. So fanden wir nicht nur eine Strömungsrutsche, die von Tatonka sehr vielen Kindern erklärt wurde, sondern auch sehr viele andere Stellen. Ein Baumstamm über einer tiefen Stelle lud zum hinein springen ein.

Gegen Mittag hatten wir beschlossen jetzt die Wutach flussaufwärts wandern zu wollen und zu schauen was wir noch finden würden. Spaß reihte sich nun mit vielfältigen Naturerlebnissen.

Für ein kurzzeitiges Nase zu halten sorgte ein toter Fuchs, der mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf der Straße angefahren wurde und dann verletzt die Uferböschung hinab stürzte. Einige Kinder suchten daraufhin spekulierend die Umgebung des Fuchses nach Hinweisen für diese Theorie ab.

Einige Zeit später kamen wir unterhalb eines Wehres an und versuchten auf die andere Flussseite zu wechseln. Dies hörte sich zunächst leichter an, als es tatsächlich war. Die Stelle war so tief, dass keiner seinen Rucksack noch tragen konnte.

Am Ende ging bei der ganzen Situation nur ein Rucksack baden. Mit Hirschblut fiel leider auch gleich die Besitzerin mit ins Wasser. Am Ende war neben Hirschblut nur der Rucksack leicht von außen nass. Der Inhalt hatte keinen Schaden genommen.

Die Stelle unterhalb des Wehres, in den Folgejahren nur noch als Badestelle bekannt, lud förmlich zum schwimmen ein. Mondblume fand sogar einen Stein, von dem man einen guten Ausblick hatte.

Nachdem auch die letzten ihre Mittagspause eingelegt hatten und der Sonnenstand späten Nachmittag anzeigte, schaute ein Vortrupp mit Tatonka oberhalb des Wehres nach einem weiteren Weg. Mit einer unerfreulichen Nachricht kehrten sie jedoch recht schnell wieder zurück. Oberhalb wäre es noch tiefer und ein weiteres Wandern durch die Wutach unmöglich. Also mussten wir den tiefen Weg erneut wieder trockenen Gepäcks durchqueren. Zwar kamen dieses mal alle ohne Unfall auf der anderen Seite an, doch leider nicht jeder mit seinem Gepäck.

Dies führte dazu, dass Mondblume urplötzlich mit Rucksäcken vollgepackt vorsichtig durch die Wutach balancierte. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Am Ende stand Mondblume alleine am anderen Ufer, hatte dafür aber noch fünf Rucksäcke. Das Ergebnis waren bange Blicke der vier Vergesslichen, als Mondblume voll gepackt mit allen Gepäckstücken gleichzeitig über die Steine ans andere Ufer balancierte. Jeder wusste, dass ein Wackler alle Rucksäcke unweigerlich zusammen mit Mondblume ins Wasser fallen lassen würde. Das Daumen drücken half und alle kamen trocken an.

Erfrischt und guter Laune kamen wir am Schluss nach einer Wanderung über eine Wiese und ein wenig Wald wieder bei unseren Tipis an.

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