Hast du meinen Essensbeutel?

Was passieren kann wenn man nicht aufräumt

Für viele Kinder war es ein ganz normaler Gang geworden vor dem Frühstück erst einmal in der Fundkiste nach dem Essensbeutel zu schauen. Bei den meisten dieser Kinder führte dieser Gang in der Regel auch zum Erfolg. Eines Morgens gab es allerdings ein einprägsames Erlebnis.

Tatze hatte nämlich irgendwann genug davon jeden Abend und Nacht über  diverse Geschirrelemente und Essensbeutel zu steiggen und sammelte vor  dem Schlafen gehen alles noch auf der Wiese liegendes in einen seiner  großen Wasserbeutel ein.

Am nächsten Morgen war zuerst Verwunderung (kein Essensbeutel, Teller,  Tasse, Schüssel oder Besteck in der Fundkiste zu finden), dann  Erleichterung (die Beutel waren nicht weg) und schließlich gemotze und  ständiges Nachfragen (Tatze hatte den Beutel nicht beim Frühstück dabei)  bei vielen angesagt.

So suchten sehr viele an diesem Morgen alles was sie noch fanden  oder  hatten, bzw. teilten oder liehen sich auch etwas. Auch gab es   vereinzelt Tauschgeschäfte wie z.B. ich habe ein Messer für dich, wenn   du mir deine Müslischüssel gibst.

Nach diesem doch etwas anderem Frühstück und der anschließenden   Verteilung durch Tatze – so wie vorgefunden und nicht gespült (nochmal   gemotze bei einigen Kindern) – wurde es etwas besser.

Nach diesem Morgen wurde Tatze auf der Freizeit noch öfter von dem  ein  oder anderen Kind gefragt, ob er wieder einen Teller, Tasse,  Schüssel  oder ähnliches hätte. Da dies aber nach dieser einmaligen  Aktion nicht  mehr der Fall war, führte dies zukünftig direkt zu  umfangreichen  Suchaktionen der Kinder.

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