Kriegsbeil ausgegraben

Flaschenkämpfe mit Pfadfindern

2004 hatten wir am Bruderhof noch drei parallele Lager - da die Teenloge noch nicht gegründet war. Von daher war es naheliegend, dass wir uns sehr gerne an die Pfadfinder auf der späteren Teenlogewiese anschlichen. In der Mitte unserer Freizeit kamen jedoch die Pfadfinder selbst mit einer Schleichidee auf uns zu. Wir nahmen an. Vom Ergebnis berichtet Rauchwolkenreporterin "Schlauer Nebel".

Am Mittwoch kamen gegen Nachmittag die Pfadfinder. Sie wollten zwar nicht angreifen, aber sie kamen mit einer Idee! Jeder sollte eine Flasche irgendwo hinstellen. Die anderen wussten aber, wo die anderen die Flasche hinstellen.

Als erstes hatten wir eine Ketchupflasche aus Glas. Die Pfadfinder griffen gleich an und die Flasche flog bei einer heldenhaften Rettungsaktion auf den Boden. Nun hatten wir eine Plastikflasche!
Ausgemacht war, dass man bis um ein Uhr angreifen darf. Endlich war es dunkel und wir begannen mit der Bewachung des Lagers.

Nach einer langen Zeit wurde es langweilig und wir erzählten uns Witze.
Jetzt kamen endlich die Jungen, die auf der Jagd nach der Flasche gewesen waren, zurück. - Natürlich auch mit der Flasche.

Jetzt mussten wir nur noch bis eins warten. Die letzten 10 Sekunden zählten wir runter. Als wir es geschafft hatten, gingen wir ins Zelt und sangen.
Aber das beste war, dass die Lagergrenzen nicht beachtet werden mussten.

(Schlauer Nebel – Rauchwolke 2004/I)

Geschichten mit der Nachbarschaft