Kleiner Löffel – Großer Krankenwagen

Ein kleiner Spaß mit großen Folgen

Eines Abends kochte Jormas mit seinem Stamm Abendessen. Trotz der Vermutung, nicht rechtzeitig fertig zu werden, gab es pünktlich Abendessen. Dass allerdings fast keiner Lust auf das Essen hatte und viele Nudeln übrig blieben, kann man jedoch nicht der Küche zuschreiben. Nach einem kleinen Unfall hatten sehr viele einfach nur noch sehr wenig bis gar keinen Hunger mehr.

Kurz vor dem Essen holen alle den Essensbeutel in den Zelten. Tumosi (Tanzender Pfeil) traf dabei in seinem Tipi einen nicht mehr genau bekannten Indianer. Als Ergebnis eines kleinen Spaßes gab es durch sehr unglückliche Umstände einen kleinen Unfall. Auf dem ersten Blick sah dieser gar nicht mal so schlimm aus, so dass die Kinder einen leicht blutend im Zelt sitzenden Tumosi meldeten. Yootina ging daraufhin zu ihm.

Die Ersten hatten sich gerade Nudeln und Soße genommen, als Yootina seinem Indianernamen alle Ehre machte (Vier Winde) und in Windeseile in Richtung Küchenzelt nach dem Verbandskasten und einem Notarzt rief.

Während im Zelt Tumosis Platzwunde erstversorgt wurde, versuchte Winjan mit ihrer mobilen Rauchwolke (Handy) einen Notarztwagen zu erreichen.

Hauptproblem bei der Anfahrt zu uns war hierbei jedoch die unscheinbare Anfahrt zu unserem Lagerplatz, so dass der Notarztwagen mit der Beschreibung "Tipilager" erst einmal bei unseren völlig überraschten Nachbarn des Erdvolkes auftauchten.

Einige Zeit nach Ankunft des Notarztes öffnete sich die Tür des Rettungswagens und ein etwas blasser mit einem Turban auf dem Kopf verbundener Tumosi kam heraus. Seiner Schwester Wikinapa fiel in diesem Moment ein riesiger Stein vom Herzen. Sie hatte bis zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise große Angst um ihren Bruder gehabt.

An Abendessen dachte zu diesem Zeitpunkt keiner mehr. als Tumosi vom Übeltäter seiner Platzwunde der Gruppe erzählte, war die Stimmung im Lager am Ende recht belustigt. Beim Holen seines Essensbeutels hatte er mit einem Zeltkollegen ein wenig Quatsch gemacht und dabei einen ganz normalen Löffel scheinbar etwas ungünstig auf seinem Kopf bekommen.

Bis zur Heimfahrt wurde noch oft sprachlich mit Löffeln gescherzt. Tumosi nahm dies jedoch, ebenso wie die Platzwunde, mit Humor und beteiligte sich selbst eifrig bei den Scherzen.

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