Wenn es mal wieder länger dauert ...

... dann wird der Totempfahl aufgestellt

Wir wollten unseren künstlerisch gestalteten Totempfahl gemütlich aufzustellen. So war zumindest die Planung der Teamer. Doch es kam wie es kommen musste – es kam alles ein wenig anders.

Kinder tragen Totempfahl - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Mit vereinten Kräften stellten die Indianer des Stammes den Totempfahl auf. Hierzu gehörte zuerst der Transport zur Aufstellstelle. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Tanzende Wolke trommelte und Jormas segnete, während die Kinder zusammen mit anderen Teamern den Stamm zur vorgesehenen Stelle trugen.

Mit dem Hammer bestückt, begannen Yootina und Schleichender Donner den Stamm mit kleinen Holzscheiten im Boden zu verankern. Doch gerade wurde er während dieser Aktion nicht unbedingt. Während der Totempfahl sich mal auf die ein oder andere Seite neigte, wurden immer mehr Holzscheite benötigt. Tanzende Wolke trommelte und Jormas segnete fleißig weiter.

Aufstellung des Totempfahls 2005 - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Wenn etwas auf der Freizeit 2005 wesentlich länger brauchte als gedacht, dann war es definitiv die Aufstellung und Fixierung unseres Totempfahls - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Auch Minuten nach dem Beginn der Verankerung des Pfahles im Boden, hatte sich das Bild noch nicht viel geändert. Einzig der Hammer wurde zwischenzeitlich ausgetauscht da Wininikachi für die Holzscheite inzwischen auf den großen Hammer vertraute.

Zehn Minuten nach Beginn stand der ganze Stamm immer noch fasziniert im Kreis und lauschte den Trommelklängen von Tanzende Wolke. Jormas konnte zu dieser Zeit bereits nicht mehr weiter segnen, da der dafür benötigte Salbei in seiner Muschel aufgebraucht war. Wininikachi und Vier Winde standen auch zu diesem Zeitpunkt noch in der Mitte des Kreises und versuchten mit Holzscheiten und Hammer den "Schiefen Pfahl von OxMox" zu begraden.

Zwölf Minuten nach Beginn war Große Tatze gezwungen den Film über die Totempfahlaufstellung aus batterietechnischen Gründen einzustellen. In der Mitte des Kreises hatte sich nichts bei unseren fleißigen Beiden verändert, außer dass die Holzansammlung sich noch weiter vergrößert hatte.

Weitere Minuten vergingen, ehe nach knapp 20 Minuten der Totempfahl letztlich als halber Turm von Pisa zumindest so stand, dass er gefahrlos unseren Lagerplatz schmücken würde. Gerade war er jedoch nicht geworden.

So lebte der Stamm der OxMox-Indianer ab diesem Tage mit einem etwas verringerten Holzvorrat, der vom Feuerdienst ergänzt werden musste, sowie einem Pfahl, bei dem die Kinder entsprechend der Bedeutung des "Ahnensammelplatzes" den erwachsenen Indianern eine leichte Missbilligung der Verschleppungslüge im Zuge des Angriffes von Chichilbaye und Tatonka zuschrieben.

Vielleicht war einfach der Schiefe Pfahl von OxMox in sich schief, dass er gar nicht gerade werden wollte. Es wird wohl ein ewig ungelöstes Geheimnis innerhalb des OxMox-Stammes bleiben.

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