Wo hat das Pferd nur das Lenkrad?

Teamerreiten der Nichtreiter

Den Auftakt zum Pow Wow bildete das Teamerreiten. Wie auch schon im vergangenen Jahr waren die nicht reiten könnenden Teamer in der Mehrzahl. Dies versprach einen spannenden Wettkampf der beiden sich bildenden Teams.

Teamer steigt auf Pferd auf - Foto: NAJU BW

Wer runterfällt muss auch wieder rauf. Hier versucht es Tatonka zum wiederholten mal. - Foto: NAJU BW

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als sie noch rechtzeitig flüchten konnten, waren 2005 auch Tatze und Jormas bei der großen Runde der Nichtreiter des Teamerreitens vertreten.

Aufsitzen war für Tatze zu Beginn noch kein Problem, aber während er gleichzeitig noch die Zügel sortierte und eine Bedienungsanleitung für diese suchte, trabte Björka auch schon los. Jetzt ist es nicht so, dass Tatze besonders ungern auf dem Rücken eines Pferdes sitzt, aber wenn gleichzeitig das Pferd läuft und dadurch das vor einem stehende Tipi immer näher kommt, wird es selbst dem mutigsten Teamer schon etwas mulmig. Fast auf dem letzten Drücker schaffte er es noch, zur Erleichterung aller, eine Kurve zu schlagen. Aus den Kurven sollte er jedoch bis zum Ende seiner Reitrunde nicht herauskommen. Andere Reiter reiten klare Linien, Tatze entschied sich für Schlangenlinien. Dass er dabei mehr wie einmal fast das ein oder andere Tipi mitnahm bekam er jedoch nur am Rande mit. Er suchte immer noch die Bedienungsanleitung für seine Zügel. Kurz vor Schluss hatte er dann seiner Meinung nach den Bogen raus und drehte dennoch eine schöne Runde um die ganze Gruppe herum. Kurven waren einfach zu schön.

Nachdem Tatze von Björkas Rücken sich abgeschwungen hatte, zeigte Vier Winde allen einmal, wie man es professionell machen kann. Der Weg war gerade, das Tempo angenehm und er kam sogar ohne größere Probleme zum stehen. Als dritte in der Runde hatte Pakwaaci Niipihkana ebenfalls etwas Reiterfahrung, so dass die Zeit der dreien am Ende sich trotz Tatzes famosen Umwegen sehen lassen konnte.

Etwas unglücklicher traf es dann wieder den Startreiter der zweiten Gruppe. Jormas kam erst gar nicht los. Björka stand und stand, nur die Zeit die lief schon. Am Ende schaffte er es dann aber doch noch mit Unterstützung von Winjan und Tatonka Björka zum laufen zu bekommen. Im Vergleich zu Tatzes Erstritt gewann Jormas trotz des absoluten Fehlstartes jedoch haushoch. Und das nicht nur linienförmig.

Mit Tatonka kam nach Jormas ein Teamer ans Pferd, bei dem von vornherein klar war, dass er wahrscheinlich etwas anders ans Ziel kam wie die restlichen.

Und kaum hatte der ein oder andere begonnen sich in Sicherheit zu bringen, als Tatonka schon das erste Mal sich wieder auf dem Boden, und dazu auch noch meilenweit vom eigentlichen Weg entfernt, wiederfand.

Einige weitere Faller und Lacher bei den Umstehenden später, schaffte es Tatonka wieder allen Bedenken der bereits im Vorjahr Anwesenden, Björka ohne größere Schwierigkeiten an Wilde Eiche zu übergeben. Mit einem Fabelritt schaffte dieser dann auch noch die Gruppe um Tatze, Vier Winde und Wilde Blume so zu überholen, dass Tatonka sogar noch gewinnen konnte.

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