Oh Schreck - der Weg ist weg

Die Rückreise nach dem Brückeneinsturz

In diesem Jahr hatten wir für unsere Heimreise einige Probleme zu lösen. Zum einen fehlte uns durch den Schienenersatzverkehr Zeit und zum anderen war die unter uns zusammengefallene Brücke war noch nicht ersetzt. Da wir aber in diesem Jahr auch nicht auf einen Bus nach Hüfingen ausweichen konnten, da keiner fuhr, musste eine andere Idee her.

Sperrschild Gauchachschlucht - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Warum war dieses Schild nur notwendig geworden? - An dieser Stelle waren wir eine Woche zuvor in die Schlucht abgestiegen - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Wir brauchten somit einen für uns noch nicht bekannten Notwanderweg. Obwohl wir bereits in den vergangenen Jahren regelmäßig Wanderkarten gekauft hatten, war es uns auch dieses Jahr nicht gelungen die im Vorjahr gekaufte auf dem Platz zu haben. Das schwarze Kartenloch der Geschäftsstelle hatte scheinbar wieder zugeschlagen.

Tatonka hatte dieses Problem bereits recht früh gelöst, indem er am Wanderkiosk eine neue Karte kaufte. (Wie fast zu erwarten ging auch diese Karte in den 12 Monaten bis zur Freizeit 2007 wieder in der Geschäftsstelle verloren.)

Tatze hoffte zu diesem Zeitpunkt noch auf eine Verbesserung der Kartenlesefähigkeiten Tatonkas. Höhenlinien sind auf diesen Karten nämlich recht selten Wanderwege. Dazu sind für Tatonka auch gut erkennbare Steigungen und Gefälle auch noch sehr gute Möglichkeiten ans Ziel zu kommen.

In den letzten Tagen der Freizeit fand die Arbeitsgemeinschaft Rückweg einen ihrer Meinung nach recht guten Weg. Er war zwar recht schön, aber an einer Stelle hatte dann doch die Höhenlinienproblematik wieder zugeschlagen.

Gut gestärkt und nach langsam weniger werdenden Trennungsschmerz wieder gut gelaunt, brachen wir auf, um zu Fuß irgendwie Döggingen zu erreichen. Zur Freude der Teamer kamen wir sogar recht pünktlich los. Doch bereits kurz nach dem Aufbruch, kam es zur ersten Geschichte aus dem Buch "Nahe Höhenlinien sind steil" an diesem Tag. Sehr zur Freude aller Beteiligten half nichts und so war klar: Wir müssen da hoch. Mühsam ernährte sich sprichwörtlich das Eichhörnchen und nach einem anstrengendem Anstieg angekommen, machten wir auch schon die erste Erholungspause.

Wieder erholt wurde die Laune schnell besser, als nach dem steilen Anstieg der Weg nur flach bis leicht gewellt weiterging. Schnell zog sich die Gruppe leicht auseinander und verteilte sich in unterschiedliche Laufgruppen. Eine mit einem großen Sprung durchgeführte Bachüberquerung und einen kurzen Feldweg später, standen wir an der Hauptstraße und machten Pause. Dies aber aus dem Grund die völlig verteilte Gruppe wieder zu sammeln.

Erfolgreich die Straße überquert ging es bergauf weiter. Diesmal aber sehr gemütlich und Schatten war zur Freude aller mit einem Wald auch schon in Sichtweite. Gingen wir kurz darauf zunächst noch am Waldrand entlang, tauchten wir einige Zeit später in einen wunderschönen Waldweg ab.

Unser Weg führte uns jetzt auch wieder bergab. Leider nur kurzzeitig, denn nach der Überquerung des Balgenbächles sollte es wieder steil nach oben gehen. Wie gerne wären einige doch in Richtung Burgmühle abgebogen, doch sollte dieses Vorhaben aufgrund des fehlenden Weges ab der Burgmühle in Richtung Döggingen sinnlos sein. Daher blieb nichts anderes übrig, als erneut wieder einen Anstieg in Angriff zu nehmen.

An einer Kehre auf halber Höhe, machten wir nochmals eine Pause. Diese war für einige auch dringend nötig, da die Gruppe wieder sehr weit auseinander gezogen war

Pause machen sollte eines der Lieblingsbeschäftigungen dieser Wanderung werden. Durchgängiges Wandern war durch die schnell auftretende Wanderschlangenbildung an so gut wie jeder Weggabelung nötig. So war es auch nicht verwunderlich, dass Tatze irgendwann doch öfter auf Uhr und Fahrplan des Schienenersatzverkehres schaute. Jormas und Tatonka hatten hier völlig die Ruhe weg und so wurde nach jedem weiteren Zusammenschluss meistens noch ein wenig länger gewartet – und bei Tatze die Unruhe etwas mehr angefacht.

So kam es schließlich wie es kommen musste und zur Aufklärung dessen, warum letztlich die Wanderung sich ein wenig in die Länge zog. Jormas hatte die Abfahrtzeit des Busses sich falsch gemerkt und so bleib am Wasserbrunnen in Döggingen ihm nichts anderes übrig, wie auf die letzten zu warten. Tatze jedoch schnappte sich dort alle bereits Angekommenen und beeilte sich rechtzeitig noch zu Gepäck und Bus zu kommen. Die ebenfalls mit auf der Wanderung mitlaufenden Teamer gesellten sich von Jormas angefacht recht schnell dazu. Und während sich an der Ersatzhaltestelle mehr und mehr Gepäck auf die anwesenden Kinder und abholender Eltern verteilte, traf immer noch die ein oder andere Laufgruppe ein. Fast zeitgleich mit Jormas kam dann auch schon der Schienenersatzbus an der Haltestelle an.

Obwohl der Schluss der Wanderung recht hektisch wurde, war die Laune bei den Kindern dennoch gut.

Im Hinblick auf den Schienenersatzverkehr kam dann schnell wieder leben in die Gruppe. Das Gepäck in den Bus verladen, ging es kurz darauf mit dem Bus über Hüfingen weiter in Richtung Donaueschingen, wo der Zug auf uns warten sollte.

Die Geschichte unseres Brückeneinsturzes 2006