Schienenersatzverkehr und Klo

Das Bahnabenteuer nimmt kein Ende

Nach dem netten Klomangel im Vorjahr, sollte es Klotechnisch durch die Umstellung unserer Zugverbindung von Stuttgart bis Tuttlingen auf Doppelstockwagen wieder besser werden – dachten wir zumindest. - Wir hatten aber die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht.

Dazu kam am Wochenende vor der allgemeinen Abfahrt zur Freizeit eine E-Mail von Jormas hereingeschneit. Jormas hatte einen Schienenersatzverkehr auf unserer Zugstrecke gefunden. Tatze schaute selbst nach und das Debakel wurde größer. Spätere Ankunft und frühere Abfahrt in Döggingen. Dazu noch ein vollkommen anderer Ankunfts- und Abfahrtsort dort und die Tatsache, dass die Treffpunkte der Direktabholer überhaupt nicht mehr mit den Fahrzeiten harmonierten.

Und während wir dieses Problem noch in Verbindung mit dem Aufbauteam lösten, trat bei den Zugfahrern gleich auch noch das Nächste auf. Und das war jetzt mit dem Kloproblem im letzten Jahr überhaupt nicht mehr lustig.

Kurz hinter Herrenberg musste das erste Kind aufs Klo. Recht schnell war es dann bei der Fahrgruppe angekommen, dass zumindest das WC in unserem Wagen nicht funktionierte und man daher mal weiter im Zug ein Klo suchen musste. Noch vor Eutingen war nach mehreren Suchtrupps klar, dass keines der Klos in den gut gefüllten 5 Doppelstockwagen in irgendeiner Art zu benutzen war bzw. überhaupt zur Verfügung stand. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als auf den Umstieg in Tuttlingen zu warten. Im dann von uns dort angesteuerten Zug aus Ulm sollte es ja wohl ein Klo geben.

Pünktlich um zehn nach zwölf kamen wir in Tuttlingen an und stiegen um. Noch während das Gepäck mit vereinten Kräften über den Bahnsteig getragen wurde, kam von der Verladegruppe eine Mitteilung, die keinen so richtig froh stimmte. "Das Klo hier ist auch kaputt!" Und so hieß es auch bereits nach zwei Stunden Bahn fahren weiterhin: Pobacken zusammen kneifen, wir haben kein Klo!

Am Ende sollte der Schienenersatzverkehr in diesem Jahr somit übrigens ein Segen für alle, die dringend ein Bedürfnis loswerden mussten, sein. Denn auch am Bahnhof in Döggingen hätte es kein Klo gegeben. Dafür jedoch in Donaueschingen, so dass wir dort schließlich eine weitere halbe Stunde später unsere klofreie Reise beenden konnten.

Abenteuergeschichten im deutschen Bahnverkehr