Trari Trara die Post ist da

Von der Gründung unseres großen Lagerpostamtes

Seit Große Tatze vor einigen Jahren das erste Mal nach Postkarten, Briefumschlägen oder auch ganz einfach Briefmarken gefragt wurde gibt es in jedem Jahr was neues. Gab es zuerst noch den Besuch beim Postamt mit dem Erwerb von Briefmarken und Postkarten am Wanderkiosk, so erweiterte sich der Service im Jahr darauf um Briefumschläge und unterschiedliche Briefmarken. In diesem Jahr sollte Tatze noch eine Stufe weiter gehen.

Postkartenaktion im Versammlungszelt - Foto: NAJU BW

Gleich im ersten Jahr wurde das große Lagerpostamt mehr als nur gestürmt. Es wurde regelrecht überfallen - Foto: NAJU BW

Tatze hatte sich im Vorfeld insgesamt vier verschiedene Postkarten in größerer Auflage vorbereitet, die er in seinem Postamt nun anbieten konnte. Der Andrang war enorm. Ständig war das Kleingeld aus und er war immer froh darüber, wenn man wieder jemand mit Münzen kam um zu Bezahlen. Am einfachsten waren die Kartenverkäufe mit Briefmarke. Mit 50 Cent kann man einfach rechnen und auch wechseln. Schwieriger waren da die Einzelkarten, denn die 5 Cent-Stücke waren bei Tatze recht dünn gesät. Bei den Kindern aber auch, so dass mehrfach einfach dann noch eine weitere Postkarte dazu genommen wurde.

Sie waren aber auch schon etwas besonderes die OxMox-Karten. Tipi, Badestelle, Björka und Lagerfeuer luden aber auch recht gut zum Karte schreiben an alle möglichen Leute ein. Und weil es draußen sowieso regnete, war Tatze an diesem Morgen recht gut beschäftigt. Entweder ging wieder eine Karte in Richtung Kugelschreiber zum beschreiben oder sie kam von dort wieder zurück und wanderte bei Tatze in den großen Umschlag. Einen Briefkasten direkt gab es nicht.

Und während Tatze während der Freizeit regelmäßig das Postamt öffnen durfte, und dadurch es schließlich irgendwann nicht mehr in seinem Tipi sondern in der Küche lagerte, wurde der Postkartenstapel immer weniger. Am Ende sollte sogar der ein oder andere Teamer, die sich teilweise ebenfalls an der Postkartenschreibaktion beteiligten, mit seinen Wünschen leer ausgehen. Sie waren im Vergleich zu den Kindern einfach zu langsam und die bevorzugten Postkarten waren einfach schon ausgegangen.

In der Mitte der Freizeit verlegte sich das Postamt mehr und mehr in Richtung reinen Briefkastens, es sollten aber dennoch alle Karten gut bei den Empfängern ankommen. Selbst Große Tatze hatte am Ende noch das Glück seine beiden Postkarten schreiben zu können. Auch wenn er dafür nicht die eigentlich von ihm geplanten Karten nehmen konnte – die waren nämlich schon ausgegangen.

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