Ein See in der Feuerstelle

Bitte einmal ausschöpfen

Als wir an diesem Abend vom Pizza backen am Bruderhof zu unserem Lagerplatz zurückkamen bemerkten die Mädchen recht schnell ihr großes Problem. Der zwischenzeitlich gefallende Regen hatte ihr Zelt etwas überflutet. An eine Übernachtung dort war beim besten Willen nicht zu denken. Die schnelle Problemlösung: die Mädchen wurden zu den im Versammlungszelt schlafenden Teamern umquatiert.

Feuerstelle ausschöpfen - Foto: NAJU BW / S. Daum

Ein etwas ungewollter Frühsport begrüßte die im Versammlungszelt schlafenden Indianer. Die Feuerstelle war in der Nacht voll Wasser gelaufen und musste ausgeschöpft werden. - Foto: NAJU BW / S. Daum

Nach dem Einzug der Mädchen wurde es im Versammlungszelt etwas eng, aber am Ende hatte dann doch noch jeder einen guten und vor allem trockenen Schlafplatz für die Nacht gefunden. Am nächsten Morgen sollte sich die Situation noch einmal bei Licht betrachtet werden.

Am nächsten Morgen gab es für die im Versammlungszelt schlafenden Indianer allerdings ein etwas ungewollter Frühsport. Während in der Nacht alle schliefen, hatte sich vom Eingang des Versammlungszeltes ein kleiner Bach gebildet. Schlafsäcke und Isomatten waren glücklicherweise nicht betroffen, aber trotz des sehr kühlen Morgens, war an ein wärmendes Lagerfeuer noch lange nicht zu denken. Das während der Nacht langsam ins Versammlungszelt laufende Wasser hatte nämlich die Feuerstelle zum Ziel. Jetzt war diese so voll gelaufen, dass überhaupt an den Versuch ein Feuer anzuzünden noch lange nicht gedacht werden brauchte. Auch war die Wiese am Zelteingang völlig verwässert und fast nicht begehbar.

Die um ihr Feuer läuft, Neugieriges Eichhörnchen, Lachendes Wasser und Tatze, die Frühaufsteher im Zelt, beschlossen sich mit etwas Frühsport war zu halten. Mit vereinten Kräften und etwas Inventar aus dem Küchenzelt schlöpften sie die nächste Stunde mit vereinten Kräften das Wasser aus der Feuerstelle. Während Tatze die Schüsseln mit dem Wasser großflächig und weiträumig vom Versammlungszelt entleerte, kämpften die schöpfenden Mädchen mit einem anderen Problem. Die Wiese am Zelteingang war nämlich deshalb so nass geworden, weil das Wasser nicht mehr in die Feuerstelle ablaufen konnte. Während des Schöpfens konnte es irgendwann nachlaufen und verlängerte so die Schöpfarbeiten. Nur Tatze freute sich etwas darüber, konnte er doch mehr und mehr normal in das Zelt reinlaufen und die Schüsseln austauschen.

Als gegen kurz vor acht Uhr schließlich das Wasser soweit aus der Feuerstelle abgeschöpft war, begann der Feuerdienst mit der Suche nach einer möglichst trockenen Stelle. Dort wurde dann schließlich der Versuch gestartet das Lagerfeuer anzuzünden. Es sollte zwar eine Weile dauern, am Ende dann aber doch gelingen. Richtig war wurde es dann aber dennoch erst zum Frühstück. Und das gab es an diesem Tag erst mit sehr großer Verspätung.

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