So hatte er es nicht gemeint

Ein Missverständnis über und mit Tipistangen

Das Wetter meinte es 2007 nur am Anfang mit uns sehr gut. Die Sonne schien und es war warm. Wir konnten sogar das übliche Wutachbaden durchführen. Doch dann wurde es schlechter. Kälte und Regen war gemeldet und jeder würde sich über ein wärmendes und trocknendes Feuer freuen. Also galt es noch sicherheitshalber Feuerholz zu organisieren.

großer Holzstapel der Freizeit 2007 - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Das Ergebnis der großen Sägeaktion 2007 konnte sich am Ende der Arbeit schon sehen lassen - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Der Feuerdienst ging mit einigen fleißigen Helfern in den Wald und durchsuchte dort den Windbruch. Chichilbaye, im Hauptberüf Förster, holte für die Kinder die Handsägen und für sich die Motorsäge. Damit wollten sie zusammen die alten Tipistangen in fürs Lagerfeuer optimalere Größe sägen. Das machten sie allerdings nicht einfach so. Sie hatten von unserem Zeltaufbauer dazu auch die Erlaubnis. Allerdings gab es da irgendwie dann doch ein Missverständnis.

Pitti hatte zu uns gesagt, dass wir seine alten Tipistangen zu Brennholz sägen könnten. Er hatte aber irgendwie vergessen uns zu sagen, welche und wieviele Stangen das jetzt genau waren. Und so sägten die fleißigen Sägemeister fleißig vor sich hin. Der Windbruch aus dem Wald wurde erfolgreich von den Kindern mit der Handsäge gekürzt und dann vom Tragetrupp auf den entsprechenden Stapel getragen. Der Tragetrupp war sowieso gut beschäftigt.

Förster Wilde Eiche machte seinem Namen alle Ehre und kürzte eine Tipistange nach der anderen, die dann in den anschießenden Sägepausen von den Kindern zum Versammlungszelt getragen wurden. In dieser Zeit stapelte Chichilbaye sich dann einen neuen Stapel zum Sägen.

Am Ende der Aktion konnten wir uns über mangelndes Feuerholz für die Freizeit definitiv nicht beklagen. Wir hatten sogar ein gutes Gefühl den Kindern und Teamern der uns auch in diesem Jahr nachfolgenden Elementefreizeit noch Feuerholz überlassen zu können.

Nach der Aktion freuten sich dann doch einige:

  • OxMox-Kinder über ein wärmendes Feuer im Versammlungszelt
  • OxMox-Teamer über Wärme und Licht bei einigen Teamersitzungen
  • Elemente-Kinder über weniger Arbeit bei der Holzsuche
  • Elemente-Teamer über wenigstens etwas "Erleichterung" nach unserer Matschparty zum Ende der Freizeit

Nur einer freute sich überhaupt nicht. Und das war Pitti. Denn statt den von ihm gedachten wenigen Tipistangen hatte Chichilbaye am Ende zusammen mit den anderen Indianern sämtliche noch auf dem Platz von ihm stehenden Tipistangen "entstangt" und zu Brennholz gekürzt.

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