Wenn die Bahn nicht weiß, dass sie wissen wird ...

Fahrpläne sind auch nicht mehr das was sie mal waren

Wir haben in den vergangenen Jahren bereits viel mit der Bahn erlebt: freundliche Schaffner – gar keine Schaffner, mal diesen Zug mal jenen Zug, Klo vorhanden – Klo kaputt und bislang trotz allem vor allem nach dem Fahrplan fahrende und pünktliche Züge. Gut im vergangenen Jahr gab es da noch so etwas wie Schienenersatzverkehr, aber sonst kannten wir die Bahn bisher nur als verlässliches Verkehrsmittel. Bisher wohlgemerkt.

Bushaltestelle SEV - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Schienenersatzverkehr - die Teamer hoffen dieses Zeichen im nächsten Jahr nicht mehr zu sehen. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Beginnen wir aber von vorne. An einem Mittwoch Ende Juni schrieb Große Tatze das Anschreiben und die Packliste. Um keinen Fehler zu machen, schaute er dafür noch einmal nach der Zugverbindung und deren genauen Angaben. Alles überprüft und und das Anschreiben fertig gestellt, schickt er die Dateien an die Geschäftsstelle. Dort konnten jetzt die Briefe ausgedruckt und verschickt werden. So waren die Briefe dann auch am Ende der Woche verschickt. Und zuverlässig wie die Post auch ist, waren die ersten Briefe bereits angekommen, als das Abenteuer Bahn begann.

Am darauf folgenden Montag, es war inzwischen Juli geworden, wollte Tatze sich seine Fahrunterlagen zusammenstellen und ausdrucken. Dafür wollte er dann auch die Zugverbindung erneut aufzurufen und ausdrucken. Er ahnte bereits übles, als ihm dies nicht mehr gelang. Und genau die gleichen Komplikationen und Schwierigkeiten aus dem Vorjahr waren wieder eingetreten. Schienenersatzverkehr mit späterer Ankunft und früherer Abfahrt in Döggingen mit gleichzeitigem überschneiden der Zeiten der Direktfahrer. Also umgehend in der Geschäftsstelle angerufen und noch versucht das Anschreiben zu stoppen. Da dieses jedoch bereits unterwegs war, hieß es erneut: Guter Rat ist teuer.

Vollkommen lustig wurde es, als die nun über den Ersatzverkehr informierte Geschäftsstelle im Zusammenhang mit dem Busverkehr bei der Bahn nachfragte. - Die Bahn wisse nichts von einem Schienenersatzverkehr, kam letztlich aus Stuttgart bei Großer Tatze an. Bist du dir wirklich sicher, dass einer ist?

Tatze war sich sicher. Die Bahn übrigens einige Tage später auch.

Und so hatten wir schließlich Mitte Juli die Bestätigung einen Monat später wegen Gleisbauarbeiten wieder in einem Schienenersatzverkehr zu landen. Da so etwas jedoch wohl kaum mit einer so kurzen Vorlaufzeit durchgeführt werden wird, hätten wir uns bei guter Information seitens der Bahn das zweite Anschreiben mit den geänderten Zugfahrzeiten sowie Bring- und Abholpunkt in Döggingen sparen können.

Abenteuergeschichten im deutschen Bahnverkehr

 

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Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

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