Hilfe! Unsere Küche ist weg!

Und dabei haben wir Wachen aufgestellt gehabt

Heute Morgen erwachten alle mit Schrecken. Das Küchenzelt war komplett ausgeraubt. Zuerst vermuteten wir, dass die Teamer dahinter steckten, doch als auch sie sich aufregten, dachten wir, dass es die Pfadfinder waren. Wir fanden einen Zettel. Auf dem Stand: "Treffpungt Wudachbrück".

gefundene Küchenkisten - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Nach einer Kekspause auf dem Wachtbuck, ging es weiter in Richtung Aselfingen. Dort fanden wir einige unserer Essenskisten. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Wilde Eiche ging zu den Pfadfindern und fragte sie, ob diese unsere Sachen geklaut hätten. In der Zeit gingen die anderen mit Tatonka zur Wutachbrücke. Dort fanden wir einen Teil der gestohlenen Sachen und einen Zettel auf dem stand: "Willy haben auf dich und den Rest gewartet und konnten nicht alles mitnehmen. Erwarte euch Flussabwärts am Seilübergang. Nehmt den Wutachwanderweg."

Ein ungewöhnliches Frühstück - Foto: NAJU BW / M. Bormuth An diesem Morgen gab es ein etwas ungewöhnliches Frühstück - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Als wir wieder am Lagerplatz waren, hatten wir nur Bohnen, Zwiebeln, Paprika, Tomaten und Karotten zu Essen. Daraus kochten wir einen Gemüseeintopf, den wir zum Frühstück aßen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen im Zelt zusammen (es könnte länger dauern und evtl. regnen). Dann packten wir unsere Rucksäcke, denn wir wollten ja schließlich unser Essen zurück haben. Also wanderten wir los.

An der Wutachbrücke angekommen, ging es einen Berg hoch. Direkt neben der Straße führte ein Wanderweg entlang. Wir bildeten einen Spähtrupp, der nach der Seilbrücke Ausschau halten sollte. Wir teilten uns auf: Die einen nahmen den Land-, die anderen den Wasserweg. Schließlich, an der Seilbrücke angelangt, fanden wir einen Laib Brot, Äpfel und Nüsse sowie einen Zettel auf dem nur "Badeplatz" stand.

An unserer normalen Badestelle mussten wir feststellen, dass sie wohl unser Essen wo anders hinterlassen hatten. Wir gingen also weiter bis zum Badeplatz der Dorfjugend, wo die Diebe Olivenöl, Puffmais, einen Topf und wie üblich einen Zettel hinterlassen hatten: "Willy, wir treffen uns am Wachtbuck".

Teamer trinkt Wasserflasche - Foto: NAJU BW / R. Schweinsberg Die Kinder erhandelten ein Wetttrinken. Durstige Tatze trat für uns an - Foto: NAJU BW / R. Schweinsberg

Wir wanderten weiter, machten kurz Pause und kamen schließlich an einem Pfadilager an, wo Tatze gegen einen Teamer ein Wetttrinken veranstaltete.

Zuerst wollte dieser die Karte allerdings uns nur gegen Geld geben, ließ sich aber von uns zu der Trinkwette überreden. Tatze gewann. Also schnappten wir uns die Karte, überquerten noch einmal den Fluss und kamen schließlich an einen Steilhang. Das war der Wachtbuck.

Dort entdeckten wir nach einigen Klettereien eine Tüte köstlicher Kekse. Nach einer kurzen Pause ging es weiter. Der letzte Zettel trug Willy auf, nach Aselfingen zu gehen und dort mit einem Kurt zu kooperieren. Dort sollte auch unser Essen sein. So zuckelten wir los und aßen fast alles auf.Einen Wanderweg entlanggehend, wartete plötzlich die ganze Gruppe.

Wir hatten zwei Kisten gefunden. – In der ersten war der Arzneikoffer und in der anderen war Essen. So riefen die jeweiligen Gruppenführer ihre Gruppen zusammen. Jede Gruppe bekam etwas zu Essen, was sie untereinander aufteilen musste.

Nach dem Essen fing es an zu regnen. Wir gingen trotzdem weiter. Der Regen wurde immer stärker. Wir wanderten den Berg nach oben. An einer Stelle warteten wir auf den Schluss und zählten durch. Weiße Taube und Heilige Tänzerin gingen den Weg zurück um einen Unglücksraben zu finden. Kreischender Kojote war einen Abhang hinunter gerutscht und hatte den Anschluss verloren.

Die anderen warteten im Regen, der leider immer stärker wurde. Es blitzte und hagelte. Schließlich beschlossen wir weiterzugehen. Die Wege wurden zu Bächen. Irgendwann waren wir auf einer Wiese angekommen. Nun mussten wir nur noch einen Berg hochklettern und die Scheune war in Sicht.

Endlich gaben die Teamer zu, dass sie alles versteckt hatten. Wir konnten noch wählen, ob wir in der Scheune schlafen oder ins Lager gehen wollten (Das Übernachten wurde später abgeblasen).

Wir setzten uns in den Begleitbus und fuhren zurück zum Lager. Kreischender Kojote war auch wieder da. Als wir dann am Lager waren, zogen wir uns erst einmal um (es war ziemlich kalt in den nassen Klamotten!). Nachdem wir uns umgezogen hatten, gab es endlich Abendessen (alle waren hungrig).

Einige Kinder und Teamer kämpften noch mit einigen Spätfolgen der Sintflut. Durch das Durchnässen fast aller Rücksäcke, waren auch unsere Tagebücher und Geldbeutel feucht geworden. Einen verfärbten 5-Euro-Schein konnten wir bei Wilder Eiche einlösen.

Nach dem Essen, versammelten wir uns im großen Tipi. Dort sangen wir und sprachen am Lagerfeuer über den heutigen Tag. Dann putzten wir unsere Zähne und gingen in die Schlafsäcke.

Gute Nacht!

(Tagesbericht der Rauchwolke 2008)

Der Küchenklau 2008

 

Mit der NAJU auf Schleichpfaden
Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

OxMox-Freizeit

Unsere Freizeit findet in der Nähe von St. Roman im Schwarzwald statt.
Über 9 Tage erleben wir mit unseren 8 bis 12jährigen Teilnehmer*innen vielfältige Erlebnisse rund um das Thema Indianer.

jetzt informieren