Kriegs-Pow Wow

Abschlussfest einmal anders

Wir hatten in diesem Jahr unseren Nachbarn leider den Krieg erklären müssen. Allerdings gab es - wie meistens - auch wieder ein kleines Wachenproblem. Da das unsere Krieger nicht auf sich sitzen lassen konnten, gab es in diesem Jahr unser Abschlussfest unter etwas anderen Vorzeichen.

Indianer überlegt - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Tatonka grübelte schon darüber nach, wie die Schmach der letzten Nacht ausgemerzt werden konnte. Am Ende des Pow Wow zog er noch mit dem ein oder andren freiwilligen Krieger in die Schlacht gegen die Pfadfinder. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Nachdem wir irgendwann dann doch noch den Earthlodge den Krieg erklärt hatten, gingen wir abends schleichen. Da aber bei den Earthlodge nichts zu machen war (zu gut bewacht), entschieden wir uns am Pfadfinderstamm eine Wiese weiter einen Coup zu versuchen. Ziel war es sich unbemerkt in deren Hängematte zu legen. Ganz so wie gedacht klappte dies aber nicht, da einige entdeckt wurden. Am Ende gab es einen großen Auflauf, den Große Tatze dazu nutzen konnte einen persönlichen Coup zu landen. Er hatte einen Hering stibitzt. Noch in der gleichen Nacht wurde uns nun allerdings seitens der Pfadfinder der Krieg erklärt.

Und da Wachen bei uns ja immer ein schwieriges Kapitel sind – entweder gar nicht aufgestellt oder einfach untauglich – kam es am Ende wie es kommen musste.

10 Gründe warum wir das Kriegsbeil ausgegraben haben
  1. Die Earthlodge beschweren sich bei uns, dass wir so laut sind und
  2. sie sind selber viel lauter
  3. Die Earthlodger laufen über unser Gebiet, während
  4. sie sich beschweren, dass wir über ihr Gebiet laufen.
  5. Sie kamen mit 'ner Motorsäge (Ruhestörung)
  6. und fällten Bäume bei unserem Klo.
  7. Sie haben uns angelogen!
  8. Die Pfadis haben unser Küchenzelt verräumt
  9. die sind noch kleiner als wi
  10. Den Vorschlag gab es schon von Anfang an

und jetzt: ATTACKE!

(Der das Feuer zähmt – Rauchwolke 2009)

Am nächsten Morgen ging der Frühstücksdienst erst einmal auf die Suche nach dem ein oder anderen Kücheninventar wie Schüsseln und Töpfe. Auch machten immer mehr von den Pfadfindern geklaute Lebensmittel die Runde. Einige Indianer um Blauer Falke und Tatonka wollten dies aber überhaupt nicht auf sich sitzen lassen. So wurden bereits am Morgen während des – pünktlich stattfindenden – Frühstücks, Pläne für die Rückeroberung der nicht mehr vorhandenen Lebensmittel geschmiedet.

Im weiteren Tagesverlauf wurden diese weiter verfeinert, so dass am Ende unser großes Abschluss-Pow Wow im Zeichen des bevorstehenden Krieges stand.

Farbenfrohes Schminken seitens der Kinder viel in diesem Jahr aus, da die meisten Kinder am Ende noch mit auf den Kriegspfad gehen wollten und dort eher dunkle Töne angesagt gewesen wären.

Nach dem Abendessen sowie der Stammes- und Altenehrung ging es schließlich los. Unter der Führung von Chichilbaye und Tatonka brach die Mehrheit des Stammes auf in das Land der Pfadfinder. Am Lagerfeuer sollten nur wenige zurückbleiben.

Es wurde spät in dieser Nacht. Die Pfadfinder waren aber scheinbar selbst unterwegs oder nachlässiger geworden. Das Lager war nicht annähernd so gut bewacht, wie in der vergangenen Nacht. Aus diesem Grund konnten unsere Krieger in deren Küchenzelt auch gut Beute machen. Zum Teil haben wir einfach unsere eigenen Sachen wieder mitgenommen. Aber auch völlig anderes sollte unseren Speiseplan für den Abreisetag bereichern. Und so wurden am Morgen sowohl beim Frühstück (Nutella) als auch auf der Wanderung zum Bahnhof in Döggingen (Chips und Schokolade) einiges der Kriegsbeute direkt wieder vernichtet.

Mehr Pow Wow-Geschichten

 

Mit der NAJU auf Schleichpfaden
Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

OxMox-Freizeit

Unsere Freizeit findet in der Nähe von St. Roman im Schwarzwald statt.
Über 9 Tage erleben wir mit unseren 8 bis 12jährigen Teilnehmer*innen vielfältige Erlebnisse rund um das Thema Indianer.

jetzt informieren