"alte" - neue Teamer

Wenn Kinder als Teamer wieder zur Freizeit kommen

Die Freizeit 2010 ging bereits vor dem ersten Tag in die Geschichte ein. Bereits vor dem ersten Tag der Freizeit stand fest, das wir am ersten Abend für keinen Erwachsenen eine Namensgebungszeremonie durchführen mussten. Alle Teamer hatten nämlich bereits einen aus vorherigen Freizeiten mitgebracht. Das ungewöhnliche daran: Das Team von 2009 hatte es dabei wie üblich nicht geschafft ohne Abgänger auskommen zu müssen.

Teamerbild der OxMox-Indianer 2010 - Foto: NAJU BW

Teamerbild der OxMox-Indianer 2010 - Foto: NAJU BW

Das wir keine Namensgebung für die Erwachsenen durchführen mussten lag dabei allerdings nicht an Winjan, die nach ihrer Hochzeit im vergangenen Jahr wieder zur Freizeit zurückkehrte, und Taborri. Es lag an unseren neu hinzugekommenen Teamern. Eigentlich hatten die drei es schon vor Jahren angekündigt. "Wir kommen als Teamer wieder." Das war die Aussage von Wapiti, Toopi und Yanasa am Abend ihrer bisher letzten Freizeit am Bruderhof 2006 als sie altersbedingt ihre letzte Freizeit als Teilnehmer bei uns bestritten hatten.

Vier Jahre später war es schließlich dann soweit. In der Zwischenzeit erfolgreich das Leben als Flussvagabund an der Donau abgeschlossen (auch dort nach altersbedingtem Ende), sendeten die drei schließlich die Rauchwolke "Wir kommen!". So gab es in diesem Jahr erstmals die Situation, das bereits gestandene OxMox-Kinder sich das Indianerleben unseres Stammes sich auch von der Seite der Teamer anschauten.

Bei den "Uraltteamern" Jormas, Tatze, Chichilbaye, Winjan und Tanzende Wolke führte die Rückkehr der drei inzwischen groß gewordenen Indianer zu Beginn zu leichter Verwirrung. Der Gedanke an gemeinsame Erlebnisse war immer wieder mal da. Wir mussten uns erst einmal daran gewöhnen, dass sie jetzt als vollwertige Teammitglieder dabei waren. Mit der Zeit klappte des aber immer besser. Aber auch die jetzigen Kinder waren zum Teil fasziniert davon ihre Teamer auf den Freizeiten T-Shirts von Tatze oder in den alten Lagerzeitungen zu finden. Auch die Ähnlichkeit zwischen der damals gezeichneten und der echten Toopi war immer noch sehr stark zu erkennen.

Gerade auch gegen Ende der Freizeit waren Toopi, Wapiti und Yanasa für den ein oder anderen inwzwischen 12jährigen Indianer ein guter Trost. Konnten sie doch sehen, das die Zeit bei der OxMox mit 12 Jahren nicht plötzlich aufhören musste, sondern es in einigen Jahren auch eine weitere Zukunft geben kann. (Auch wenn am Ende es bisher keiner aus dem Jahrgang der 2010 ausgeschiedenen Kinder bisher wieder als Teamer auf die OxMox geschafft hat.)

Als kleine Randbemerkung kann man an dieser Stelle außerdem noch sehr gut erwähnen, dass es über die vergangenen Jahre verteilt auch die anderen 2006 altersbedingt verabschiedeten Kinder inzwischen wieder einmal den Weg zur OxMox gefunden haben. Allerdings nicht auf dem gleichen Weg wie Toopi, Wapiti oder die inzwischen Chosovi heißende Yanasa als Teamer sondern als eingeladener Gast des Stammes. - Eine Namensgebung war ja nie notwendig. Sie hatten ihren Namen ja auch noch.

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