Denksport am Morgen

Wir bilden eine Frühstücksschlange

Wir hatten keine Lust mehr auf das ständige vom Kreis zum Essen rennen, wo dann eh die Hälfte irgendwas vergessen hatte und nochmal wegrannte. Und da wir sowieso gerne alles mögliche sortieren, gibt es seit der Freizeit 2011 unseren „Frühsport“. Allerdings als Denksport. Auch wir Teamer beteiligen uns – soweit möglich – daran.

Hatten wir auf den bisherigen Freizeiten zur Vereinfachung der Essensreihenfolge öfter den Kreis einfach zu irgendeinem Teamer rotieren lassen, nahm Tatze und später Jormas das ganze diesmal beim Frühstück organisierter in die Hand. Das erste Frühstück lief noch gewöhnlich ab. Doch ab Montag wurde morgens vor dem Essen erst einmal fleißig eine Schlange gebildet.

1. Aufgabe: Am Montag stellten wir uns nach der Größe auf. Und da die Großen die kleineren Kinder direkt überrennen würden auch mal von klein nach groß sortiert. Das dauerte zwar jetzt erst einmal bis es soweit war, aber das Frühstück schmeckte dann gleich doppelt so gut.

2. Aufgabe: Am Dienstag bemühten wir erstmals das Alphabet. Wir sortierten uns von A bis Z nach dem indianischen Namen. Es kam zwar zu der ein oder anderen Verwechslung mit dem eigenen deutschen Namen, aber auch hier stand am Ende eine gut gemischte Schlange.

3. Aufgabe: Auch am Mittwoch ging es alphabetisch los. Heute war der eigene deutsche Vorname von Z bis A angesagt. Dieser Frühsport sorgte nur für wenig Probleme. Auch hier war die Schlange am Ende gut durchmischt. Allerdings kamen die ersten Feststellungen einiger Kinder auf, dass sie unglücklicherweise immer hinten stehen würden. Festzuhalten ist jedoch, dass aufgrund der Spontanität hier keine Absicht vorlag.

4. Aufgabe: Unsere von den Wespen verletzten waren rechtzeitig zum Frühstück wieder zurück gewesen. Als kleines Bonbon gab es dann am Donnerstag den Frühsport von viel nach gar keine Wespenstiche. Die Mehrheit hatte 0 Stiche und stellte sich gemütlich am Ende der Schlange an.

5. Aufgabe: Am Freitag hatte Schwalbe die am Himmel fliegt Geburtstag. Damit sie nach der Geburtstagszeremonie auch als Erste beim Frühstück dran kam, stellten wir uns an diesem Tag nach unseren Geburtstagen auf. „Von heute bis gestern“ sagte Tatze dazu.

6. Aufgabe: Jormas wollte auch einmal anfangen. Daher wurde der letzte Frühsport am Freitag nach der Haarlänge entschieden. Von wenig nach viel. Die Mädchen sortierten sich bunt in die Schlange mit ein. Selbst einige Jungs mussten zu ihrem eigenen Schrecken feststellen, wie weit hinten sie doch eigentlich waren. Im Falle von Starker Bär entschied dies sein kleiner Zopf am Hinterkopf. So war er am Ende fast letzter.

Am Abreisetag machten wir keinen gezielten Frühsport mehr. Es war jedoch eine perfekte Denkaufgabe für die hungrigen Indianer am Morgen. Uns gefiel das auch so gut, das wir es in den folgenden Jahren fest verankerten.

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