Stolperer mit Folgen

Tatze und sein Radiusköpfchen

Nach der Wanderung war eigentlich alles wie immer. Die Aufbauteamer übernahmen die Gruppe und Tatze verteilte sein Material da wo er es am Ende brauchte. So aus im Versammlungszelt. Dort sollte am Abend die Namensgebung stattfinden. Doch seine Freizeit sollte sich unmittelbar an und mit der Tipiplane vollständig ändern.

Tatze begann nach der Ankunft von der Wanderung und der Begrüßung im Lager und einer kleinen Pause wie üblich mit der Vorbereitung zur Namensgebung.

Die Liste war da, das Wasser war da, die Musikinstrumente waren gerichtet – eigentlich war fast alles soweit. Irgendwann blieb er jedoch beim aus dem Versammlungszelt klettern unglücklich an der Zeltplane hängen und stolperte. Auf dem Boden aufgekommen, hatte er nach dem Aufstehen leichte schmerzen im Ellenbogen.

Während der Namensgebungszeremonie wurden diese immer stärker und so fuhr er schließlich noch in dieser Nacht ins Krankenhaus.

Eine Untersuchung und ein Röntgen später:
das Radiusköpfchen (irgendeine Verbindung vom Ellenbogen zur Speiche) sei gebrochen. Also Gips abgeholt und zurück zum Lager. Groß war die Überraschung bei vielen Kindern am nächsten Morgen.

Nach dem Frühstück ging es dann zur Gipskontrolle wieder ins Krankenhaus zurück. Beim herauskommen dort gab es dann ein großes Hallo. Tatze und Poloma kamen zur Tür heraus und trafen dort auf Winjan und und Der die Büffel jagt, da sich dieser beim Schnitzen etwas unglücklich in die Hand geschnitten hatte.

Natürlich fuhr Tatze nicht nach Hause und blieb auf der Freizeit – wenn auch etwas eingeschänkter als sonst.

Einen großen Dank an dieser Stelle an alle kleinen und großen Indianer die während der Freizeit oft genug meine zweite Hand darstellten oder mir mein Geschirr abspülten.

Alle helfenden Hände hier jetzt aufzuzählen, bekomme ich aufgrund der großen Hilfsbereitschaft selbst nicht mehr hin.

Diese Lagerzeitung tippe ich übrigens gerade auch wieder mit beiden Händen für euch fertig. Heißt: Nach einem halben Tag Besuch in der Unfallklinik in Ludwigshafen bin ich seit dem Montag nach der Freizeit meinen Gips los und harre nun der Dinge wie sich das wieder einrenkt. Heben darf ich mit rechts zwar noch eine Weile nichts, aber immerhin kann ich sie wieder benutzen.
(Große Tatze - Rauchwolke 2011)

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