Unglückliche Gäste im Klo gefunden

Neues Klo mit ungeahnten Folgen

Einen kleinen Nachteil unseres neuen Klos lernten wir jedoch schnell kennen. Wir hatten neuerdings unfreiwillig Gäste, die wir in den vergangenen Jahren sonst eher nur hörten. Die Siebenschläfer der Umgebung.

Siebenschläfer in Kiste - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Nachdem er im Klo einen unfreiwilligen Aufenthalt hatte und sich im Wald noch nicht erholen konnte, pebbelten wir Fridolin in einer Kiste im Küchenzelt wieder auf die Beine. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Nach dem ersten Besuch der Teenlodge gingen Poloma und Große Tatze noch einmal kurz aufs Klo. Doch daraus wurde nur halb etwas. In Polomas Toilette war ein Siebenschläfer gefallen und am nicht mehr heraus. Mit Hilfe zweier Stöcke versuchten sie dem kleinen Bilch zu helfen. Glücklicherweise konnte Fridolin, wie wir ihn später tauften, sich noch mit eigener Kraft am Stock festhalten. Mit aller Liebe brachten beide ihn an den Waldrand und deckten den völlig Durchnässten warm und weich mit Blättern zu.

Am nächsten Morgen schauten Poloma und Tatze noch vor dem Frühstück nach dem Unglücksraben. Die Hoffnung ihn nicht mehr vorzufinden war vergeblich. Er lag nur wenige Meter weiter immer noch fast regungslos im Wald. Jetzt griffen wir dann doch zur großen Krankenpflege. In einer gut gepolsterten leeren Obstkiste zog Fridolin ins warme Küchenzelt um.

Dort war der Frühstücksdienst schon fleißig dabei dass Essen zu richten. Neben dem Teewasserkocher konnte der zusammenkauernde Fridolin sich jetzt gut aufwärmen. Die bereits nach dem Frühstück schauenden Kinder fragten viel. So wurde Fridolin ein kleiner OxMox-Megastar. Einige Zeit später folgte jedoch ein kleiner unfreiwilliger Frühsport. Fridolin war trocken und munter und musste letztlich im Küchenzelt wieder eingefangen werden. Zugedeckt und halbwegs ruhig brachten wir den wieder eingefangenen Siebenschläfer wieder in Richtung Klo. Dort in den Bäumen wohnte seine Familie, die auch schon nach ihm rief. So ging auch dieses Abenteuer gut zu Ende. Dachten wir zumindest.

Schild "Bitte Klodeckel Schließen" - Foto: NAJU BW / L. Platsch Da wir Fridolin nicht jeden Tag retten wollten, malten fleißige Hände zwei Schilder für die Klotüren - Foto: NAJU BW / L. Platsch

Am Abend ging Poloma vor dem Schlafen erneut in Richtung Toilette. Kurz darauf kam sie wieder zurück und bat Große Tatze zu einer weiteren Rettungsaktion mitzukommen. Erneut lag ein Siebenschläfer im Klo. Diesmal ging es Fridolin jedoch etwas besser. Wir markierten ihn mit einem kleinen Farbpunkt und merkten, dass es ihm schon viel besser ging. Als Dank für den Rücktransport zu seinem Baum, biss er Poloma zum Abschied noch in den Finger.

Durch die Einführung einer neuen Kloregel (Deckel immer schließen und lieber noch einmal nachschauen) hatten wir nach dem zweiten Fall von Siebenschläferrettung glücklicherweise bislang keine weitere mehr.

Geschichten mit der Nachbarschaft